Mein Schiff hielt in Hamburg.

Schiffslicht
Schiff Ahoi

Vier volle Tage, Abstand vom Alltag, nahezu Seeluft schnuppern und sich den Stunden nur der Freundin, der Muse und der Sonne hingeben, ein Traum. 

Hafen
Hafenblick
Elbphilharmonie
Elfie von unten
Blue Sky
Blau soweit das Auge reicht.
Ausblicke
Elfi Ausblicke
Hafenrundfahrt
Alle Mann an Bord bitte!
Down under
Elfi von oben

Die neu eröffnete Elbphilharmonie schauten wir uns natürlich an, trotz Touristenmassen ein Erlebnis, der Ausblick ist einfach umwerfend und die Architektur des Gebäudes einmalig schön. Die gebogenen Glasflächen zaubern immer neue Reflexionen und Spiegelungen.  

Glaswellen

Anschließend zog es uns Richtung Universität, die am Freitag Nachmittag allerdings ziemlich leer gefegt war, das schöne Wetter regte wohl keine Studenten mehr zum Lernen an. Die U-Bahn-Station erscheint mit ihren Farbwechsel-Würfeln wie ein Ort auf einem anderen Stern. 

Camper
City Camping
UBahn
Farbwürfel
Autorennen
Auf die Plätze – fertig – los!
Camper2
Zuviel Koffein in der Stadt.

Eine inspirierende Ausstellung erwartete uns in den Deichtorhallen: SPACE STREET LIFE PHOTOGRAPHY mit Bildern aus sieben Jahrzehnten und Künstlern rund um den Globus. Ich hätte noch zwei Stunden länger schauen und staunen können.  https://www.deichtorhallen.de/ausstellung/space

Musik im Ohr
Musik liegt in der Luft.
Tattoo
Sonnenkind
Rote Schuhe
Rot-Weiß
Touristen
Wegweisende Bilder
Bahnhof
Bahnhofsgeflüster

Und dann die Elbe … breit und tief … Einfahrt und Ausfahrt in die weite Welt … es fühlte sich nach Meer an, dort zu sitzen, die Schiffe zu bestaunen und der Sonne ade zu sagen … Junge komm bald wieder!

Sonnenuntergang
Sag zum Abschied leise Servus.
Möwe
Weiße Tauben nennt man hier Möwen. 😉
Anleger
Kleine Freiheit für alle.
Vogel
Werft im Vorbeiflug
Boot
Zauberlichtglitzer
Taue
T(r)au Dich!
Industrie-Romantik
Kran
Dock mit Kran

Mit der Fähre ging es ans andere Ufer, Cranz liegt an der südlichen Spitze Hamburgs – hier beginnt das Alte Land. Die Elbe ist so breit, dass es sich anfühlt als überquere man einen See. In russischer Hand ist die Werft und es wird auch am Samstag gearbeitet. Leider gab es keine Äpfel auf den Höfen zu kaufen und der gemütliche Bäcker mit dem leckeren Zuckerkuchen hat dicht gemacht, ein Wohnhaus entsteht stattdessen – das Alte Land wird modern und verliert wie so viele Orte ein Stück seines Charmes. Das nächste Mal muss ein Fahrrad mit, das Hinterland ist eine Erkundungsreise wert.  

Kreuzfahrer
Aida verdreht vielen den Kopf
Haus mit Pflanzen
Gewächshaus
Altes Haus
Schattenspiele
Fenster
Einblick
Baum
Baumriesen im Sonnenlicht
Café
Ungewöhnlich unbelegt
Feigenbaum
Sei nicht Feige!

Blankenese – Treppenviertel, Elbblick, Süllberg, Café Schuldt – das schönste Viertel von Hamburg – gehörte sogar einmal nach Dänemark. Wer hier nicht die Zeit verliert, dem ist nicht zu helfen. Mehr zum Lesen: https://www.zeit.de/entdecken/reisen/2016-06/blankenese-hamburg-ausflug-treppenviertel-falkensteiner-ufer-camping

Der Kaffee mit Kuchen im Café Schuldt war Pflichtprogramm, außerdem schmecken die Fischbrötchen und ein Alsterwasser am Elbstrand bei Sonnenuntergang am besten. 

Leuchtturm
Leuchtturm
Bunt
Grafitti macht es bunt.
Schhlösser
Es war zauberschön!
Romantiker kommen auf ihre Kosten.

Altona zog uns am letzten Morgen in den Bann, die Straßen waren für einen Montagmorgen recht belebt. Das letzte Polaroid entstand nach äußerst lustigen Regieanweisungen des sehr aufgeregten Mitarbeiters im Café Reise Bar. Alle anderen Fotos entstanden ebenfalls analog und warten auf ihre Entwicklung.  

Danke liebe Birgit für die schöne Zeit mit Dir. 

Schneeweißchen & Rosentod

„Wenn Schneeweißchen sagte: „Wir wollen uns nicht verlassen,“ so antwortete Rosenrot: „Solange wir leben, nicht.“ Und die Mutter setzte hinzu: „Was das eine hat, soll`s mit dem andern teilen.““ Grimms Märchen

Es war einmal …

Ihre Heimat war der Wald. Sie lebte ihn. Spürte seine Kälte am Morgen und am Abend. Wärmte sich an den vereinzelten Sonnenstrahlen, die durch das dichte Blattwerk den Boden erreichten. Sog mit jedem Atemzug dessen Duft tief ein. Streife die Bäume, Gräser und das sanfte Moos um sich herum.

„Oft liefen sie im Walde allein umher und sammelten rote Beeren, aber kein Tier tat ihnen etwas zuleid, sondern sie kamen vertraulich herbei: das Häschen fraß ein Kohlblatt aus ihren Händen, das Reh graste an ihrer Seite, der Hirsch sprang ganz lustig vorbei, und die Vögel blieben auf den Ästen sitzen und sangen, was sie nur wußten. Kein Unfall traf sie – wenn sie sich im Walde verspätet hatten und die Nacht sie überfiel, so legten sie sich nebeneinander auf das Moos und schliefen.“ Grimms Märchen

Zwischen Traum und Wirklichkeit

Im Wald konnte sie spielen, träumen … Gedanken verlieren … Stille genießen, sich berauschen an der Schönheit der Elemente. Den Wind spüren und das Kitzeln des Grases an ihren Füßen. 

Und wieder pocht das zweite Herz in ihr. Sie kann dieser Sehnsucht nach „ihr“ nicht widerstehen. Wird magisch angezogen, von dem Gedanken sich zu verwandeln und „ihr“ Ich zu leben. Rosenrot tot oder lebendig?

„Die Abendsonne schien auf die glänzenden Steine und ließ sie so prächtig in allen Farben schimmern und leuchten, daß die Kinder stehen blieben und sie betrachteten.“ Grimms Märchen

Verwandelt erschien alles in einem anderen Licht. Böse? Heimtückisch? Kraftvoll? Gemein? Wie wollte sie sein? Alles was sie liebte war zu eng, der Wald, die Bäume, die Stille … Sehnsucht nach dem Entkommen rauschte in ihren Adern.

Auf Messers Schneide zwischen Weiß & Rot, Sanftmut & Herrschaft, Brav & Ungehorsam. Keine ist wie Eine – Rollenwechsel – Rausch am Tausch. 

Und wenn sie nicht gestorben ist … folgt die Fortsetzung … bald. 

„Weiß als die wahre, wirkliche Idee der Unendlichkeit und folglich befreit vom Farbhintergrund des Himmels … Schwebt hinaus! Der weiße, freie Abgrund, die Unendlichkeit, liegt vor uns …“ – Kasimir Malewitsch

Rose weiß, Rose rot,
was wird aus mir und dir?
Ich glaube gar, es fiele Schnee,
dein Herz ist nicht bei mir,
nicht bei mir, geht andern Gang,
falsches Lied der Vogel sang
von mir und dir.

Hermann Löns  (1866 – 1914)

Danke Samara für deine mir geschenkte Zeit auf der gemütlichen Lichtung. 

Meine Blaue Seele

Finale
The Final

Einen lange gehegten Wunsch von mir durfte ich mir Anfang Juli selbst erfüllen. Dieses eine Lied war vom ersten Hören an in meinem Kopf und zauberte bei jeder Wiederholung neue Bilder in mir. Wann würde ich es schaffen, sie als echte Bilder für mich festzuhalten? Der beste Ort wäre das Meer, welches leider zu weit weg ist und ich nur selten den Klang des Rauschens dort hören kann. Das Lied im Kopf sollte reichen, einen anderen Ort zu finden. Meine Seele jubelte, als ich diesen vor ein paar Wochen fand, verlassen, geheimnisvoll und voller Geschichte.

Viele andere hatten hier gearbeitet, viele Frauen darunter; konnten ihre Seelen wahrscheinlich nie baumeln lassen, mussten die Maschinen am Laufen halten.
Die 1868 erbaute, an der Echaz gelegene typische Gründerzeit-Anlage war bis zu ihrer Schließung 1987 der größte Arbeitgeber am Ort. An den 7400 Spindeln zur Herstellung von Baumwollfäden schufteten nicht nur Ortsansässige, sondern während dem Zweiten Weltkrieg auch Zwangsarbeiter, später Vertriebene und schließlich Gastarbeiter. Das Areal beherbergt heute einige Künstlerateliers und soll teilweise zu Wohnzwecken umgebaut werden. Die Geschichte dieses Ortes wird bleiben und bis zum Verschwinden schreit dieser Ort geradezu nach Entdeckung, Innehalten, Festhalten.

Aylin wurde für einen Abend meine Muse und durfte sich dem Thema „Blau in Blau“ hingeben. Ich ließ sie spielen mit der Farbe, den Mauern und Rampen, an Türen und Fenstern. Die Zeit verflog, vertieft in die Musik und die Atmosphäre der Umgebung fiel alle Anspannung ab. Schwerlos zog sie sich den Himmel an, träumte hinterher und sperrte die Welt aus. Was hier in der Vergangenheit nie sein durfte, konnte oder wollte, wurde für unsere Stunden dort zur Wirklichkeit. Ein bisschen Leichtigkeit braucht jede Seele ab und zu, wir halfen ihr auf die Sprünge. Für Aylin und mich war sie BLAU, wie das Meer, der Himmel oder ein wenig Farbe.

Blau im Blau von Yvonne Catterfeld

Heut will ich nichts tun,
heut will ich nur sein,
sperr die Welt heut aus,
bleib hier ganz allein,
seh die Wolken ziehn und fliege hinterher,

Eine Melodie kommt von irgendwo,
löst sich wieder auf,dort im Nirgendwo,
die Gedanken fliehn, ich träume hinterher

Ich zieh den Himmel an,
bin mit allem eins,
bin dann Blau in Blau, schwerelos,
meine Welt ist groß und der Himmel ist heute mein Kleid,
Regenbogen weit, schwerelos,

Tauche in mich ein,
mehr ist nicht zu tun,
Leichtigkeit ist eins,
lass mich bei dir Ruhn,
Seh die Zeit vergehn und lauf nicht hinterher,

Ich zieh den Himmel an,
bin mit allem eins,
bin dann Blau in Blau, schwerelos,
Irgendetwas trägt mich ich schwebe weit über der Zeit,
meine Welt ist groß, schwerelos, …

Hugo Boss
The Boss 😉
Fenster
Let’s look
Einblick
Is There Someone?

Nummer 1
No. 1 For Today
Engel
Angleically
Traum
Dreaming Of Blue
Geist
The Ghost
Füsse
Spreading Blue
Tanz
The Dance
Briefkasten
Blue Mail
Lachen
Free Laughter
Rennen
Off To Blue Land
Fragen
Is It Enough?
Kleid
The Show Must Go On!
Kleid weg
Kick It Away
Am Nagel
Not Needed Anymore

Als großer Anhänger von Gedichten, möchte ich den zweiten Teil einem wie ich finde sehr treffenden Werk untermalen.

Seit dem frage ich nicht mehr;

Im Einklang atmende Seele wogendes Herz,
gewonnen von dir, dem Walten, der Sprache, deiner Musik.
Sanft kräuselnd der schwachen Wellen Gespinst,
leise getupft gegen die Ufer,
surrendes Schwingen von Flügeln der Vögel,
hier daheim, murmelnd der Wind in Bäumen und Büschen,
endlos du Stille in vieler Laute Komposition,
gehüllt von ätherischem Blau,
flirrendes glitzerndes Sonnengemüt tanzt.
Leuchten in der Elemente aromatische Düfte;
Macht von Licht und Farben
in Einheit mit den Geräuschen, Gerüchen, Idylle gebärend,
verschlossen in Tiefen all möglich?
Empfindens, Engels Flügelspitze die Seele streift,
Feen singen in Traumes Gefilden,
Leidenschaft steigend herauf, gefangen zuvor,
in der Worte eher ganz schlichtem Kleid: „ist das schön.“

Seit dem frage ich nicht, was vorgeht.

© Constance Frei

Warten
Waiting
Arme und Beine
Blue Body Parts
Lebenslinien
Lifelines

Halte mich
Hold Me
Atlas
Creating My Body Map
Hände
Surround Me With Blue
Anfassen
Touch Me
Leichtigkeit
It Was So Easy
Himmel
Like In Heaven
Rückblick
Don’t Look Back
Fluten
Blue Floods

Gefühle
Perfect Feelings

.
.
.

Es gibt noch einige Lieder in meinem Kopf und dieses hier war sicher nur der Anfang, eines davon mit meinen eigenen Bildern darzustellen. Bleibt gespannt, welches als nächstes in meinem Kopf schwingt und mit der Kamera sicherbar werden wird.

Der Widerspenstigen Zähmung

Theaterstück in 4 Akten
Darsteller: Isa (Katharina M.) und Scarlett (Sarah R.)
Regie und Inszenierung: Sandra
Ort: Eine ehemalige Spinnerei

1. Akt: Gefesselt in Raum und Gedanken
Szene 1
Auftritt Isa – Stolz betritt sie die Bühne. Schön und groß, mit heller Erscheinung in dunklem Gewand. Die Gedanken sind frei. Wollen nicht beherrscht sein. Gefesselt ist scheinbar der Körper. Das behagt Isa nicht. Der Kampf beginnt.

Szene 2
Scarlett durchbricht das aussichtslose Schauspiel. Unschuldig und zaghaft versucht sie eine Verbindung zu knoten. Schafft sie es Isa zu befreien und den Gedanken freien Raum zu geben? Ein Kopf an Kopf reicht nicht.

2. Akt: Zwischen Licht und Schatten
Szene 1
Eine Woge der Ruhe durchströmt Isa und Scarlett. Diese Begegnung scheint zu heilen. Knoten lösen sich scheinbar auf in Harmonie und Eintracht. Wo Licht herrscht sind Schatten zu finden. Der innere Kampf geht in die nächste Runde. Ein Blick sagt mehr als Worte es jemals könnten.

3. Akt: Auf Tuchfühlung
Szene 1
Stoff schmiegt sich um beide Körper. Isa bleibt ihrem dunklen Treiben treu, während Scarlett sich wie ein unschuldiger Schmetterling mit einem hellen Kokon umgibt. Die Hülle fallen lassen und frei von allem Ballast sein? Ist es einen Versuch wert, einen Ausbruch zu wagen? Die dunkle Seite davon fliegen lassen?

Szene 2
Im Mantel der Sicherheit kann sich keine der beiden wähnen. Auf Weiß folgt Schwarz. Auf Schwarz folgt Weiß. Gleichberechtigt durch das Leben wandeln. Vielleicht gelingt eine Mischung, die ungefährlich wäre. Doch Isa explodiert im Rausch ihrer Gedanken. Die Rechnung hat sie ohne Scarlett gemacht. Die Fetzen fliegen durch die heiße Sommerluft.

4. Akt: Spinnerei
Schlussszene
Hirngespinste lassen sich nicht entwirren. Fragile Seilschaften, zwischen Tag und Nacht, bleiben bestehen. Jeder lebt sie auf seine Weise, keiner ist Rechenschaft schuldig. Müde ziehen Isa und Scarlett die Knoten wieder fest. Verbunden und doch geht jede für sich mit Erfahrungen aus diesem Schauspiel.

THE END

Making of:

Danke liebe Ina und Sarah für einen inspirierenden Abend in der Alten Spinnerei.