Ich glaube, also bin ich.

Mit Religion hatte ich in meiner Kindheit nur sporadisch Kontakt. Die Kinder der DDR hatten keinen schulischen Religionsunterricht. Meine Oma Rosel war evangelisch und besuchte die Dorfkirche, wenn der Pfarrer dort Gottesdienste hielt. Ich erinnere mich daran, ein paar mal während der Sommerferien dabei gewesen zu sein. Hellblaue Bänke gab es in der kleinen Kirche und einen leicht feuchten Geruch dazu. Den Gesang fand ich trotzdem schön. Ich konnte sogar das „Vater Unser“ auswendig, damals.

Mehr war nicht mit Religion in meinem Leben, nahezu alle Freundinnen gehörten keiner Glaubensgemeinschaft an. Nach der Wende ließ sich eine Cousine taufen, bei einer Freikirche, mit Kopf unter Wasser. Ich glaube sie ist keine richtige Anhängerin dieser Religion geworden. Mit einem Gott oder einer Vorstellung von ihm hatte ich immer meine Schwierigkeiten, was sicher auch an der nichtreligiösen Erziehung in meinem Elternhaus lag. Ich glaubte immer an mich selbst und vermute, dass dieser Glaube für mich bis heute ausreicht, um durchs Leben zu kommen.

Indien zeigte mir andere Wege im Glauben und der Religion. Den Hinduismus zu erkunden fand ich spannend und daran teilzuhaben beim Besuch der Tempel oder den Festen für Shiva, Ganesha oder Hanuman. Es wurden Fahrzeuge „gesegnet“ in unserem Haushalt, die tägliche Puja der Menschen empfand ich als ein sehr schönes Ritual. Jeder hatte einen kleinen Altar an der Wand oder vor dem Haus, mit einem Bild „seines Gottes“, den er um Zuspruch und Schutz bittet. Blumengirlanden aus Jasminblüten, Räucherstäbchen und Kerzen werden neben kleinen Essensgaben dort platziert. Auch in China gab es das ab und an zu sehen. Der Buddhismus ist nicht verboten und viele besuchen die Tempel zu Festtagen oder zum alltäglichen Gebet. Für meinen ersten Fototreff wählte ich den Konfuziustempel als Treffpunkt aus. Ich mag die friedliche Stimmung in diesen oft weitläufigen Anlagen sehr, Ruhe inmitten der hektischen Großstadt. Auch die Wuschbäume, -zäune oder -wände empfinde ich als eine schöne Idee, den Menschen Hoffnung zu geben, in schweren Zeiten oder Situationen, in denen die Erfüllung des ersehnten Wunsches zumindest ein kleines Glück verspricht.

In Singapur wird eine multiple Glaubenskultur gelebt und toleriert. Neben Moscheen und Kirchen, stehen indische, taoistische oder buddhistische Tempel, oft direkt nebeneinander. Auch einige Synagogen gibt es in der Stadt. Jeder kann seiner Religion nachgehen, auf kleinstem Raum verschmelzen hier die Kultur- und Glaubensgemeinschaften im wahrsten Sinne. Ich besuche regelmäßig auf meinen Streifzügen durch die Stadt die eine oder andere Glaubensstätte. Ich treffe dort oft auf sehr freundliche und auskunftswillige Menschen, die mir ihren Glauben näher bringen. Rituale erklären, Gottheiten benennen oder mich einladen an einer Zeremonie teilzunehmen. Die meisten Tempel oder Gebäude sind frei zugänglich, an religiösen Feiertagen muss man sich anmelden, einige sind geschlossen, vielleicht weil niemand die Eingangsbeschränkungen und Abstandsregeln kontrollieren kann. Immer wieder darf ich sogar fotografieren, ist es nicht erlaubt, halte ich mich daran. Zu einem kleinen persönlichen Ritual habe ich mich jetzt auch entschlossen und zünde wenn es gestattet ist in den buddhistischen Tempeln einige Räucherstäbchen an. Es sollten immer mindestens drei sein (für Buddha, die Welt und sich selbst) um sie dann in eine der mit Sand gefüllten Schalen zu stecken. Für Wohlergehen, Gesundheit der ganzen Familie und Gerechtigkeit für möglichst alle Menschen auf diesem Planeten oder einfach für meinen eigenen Seelenfrieden tut das manchmal gut.

Die folgende Bilderserie ist bei einem Spaziergang durch Tiong Bahru und die Nachbarschaft dort entstanden. Ich hatte die sich dort befindenden Tempel bewusst in meine Route eingeplant. Alles andere dem Zufall überlassen.

Auf zum Einkauf
Auf dem Weg zur Moschee?
Mit Oma und Hund zum Markt
Wohnraumprobleme löst man hier mit hohen Bauten
Typisch Tiong Bahru – Art Deco Design
Old School
Kim Lan Beo Tempel
Zwischen Hochhäusern versteckt
Opferschale für die Räucherstäbchen
Nur ein Platz darf genutzt werden – Pandemie hat ihre Regeln
Alle Tempel sind immer sehr sauber. Typische Kehrschaufel aus halbem Ölkanister.
Wichtige Tempelutensilien
Papier in allen Ausführungen wird an den Todestagen der Verwandten verbrannt.
Rauch zieht durch das ganze Quartier
Eine neue Baustelle?
Heute keine Schönheit im Angebot
Den Lottoschein füllt man am besten unter der Ananas aus – bringt Glück!
Hausaltar und Feuerkessel eines Friseusalons – auch für gute Geschäfte wird gebetet,
Papier verbrannt oder Opfergaben bereitgestellt.
Kai San Tempel
Keiner hier, dafür Selbstbedienung möglich.
Taoistischer Tempel
Wer mehr Glück benötigt, kauft große Räucherstäbchen.
Komplett-Pakete für die Besucher
Recycling ist alles und super.
Verwirrung?
Zeit für eine Pause.
Sitzecke im Schwimmbadstil
Wenn der Zahn schmerzt.
Typisch Singapore – Wäschetrocknen an langen Stangen in der Hitze
Hausaltar
Mein erster Mönch hier.
Wäsche trocknen auf dem Fahrrad geht super.
In Tiong Bahru sind die Häuser nicht so hoch wie sonst üblich.
Ziegelfassaden bestimmen die Architektur
Jedes Gebäude hat seine eigene PLZ in Singapore.
V.I.P. Apartment?
Glitzer-Benz keine Seltenheit
Platte Ratte
Doppelsitzer
Stillleben mit 2 Türen
Hinter Gitter
Rund, weiß und Palmen – Miami Feeling
Gesegnete Post erwünscht
Hoffentlich bleibt dieses Quartier erhalten.
Sichtschutz
Frisches Obst für die Götter
Pflanzenfreunde
Rot dominiert
Wer möchte hier nicht wohnen wollen?
Rundes Auqarium
Ting Bahru Qi Tiam Gong Tempel
Taoistischer Tempel
Drachen zum Bewachen
Besen dürfen nicht fehlen.
Wäscheplatz Hintertür
Die Wächterin der Chilischoten
Es gab Omlett oder Eiersalat?
Katzenkino
Markthalle erreicht. Tempel für gutes Essen.
Barbie übt schwimmen.
Fischhändler
Stolzer Obsthändler
Tempelgaben
Typisch Singapur: Trolley für Einkäufe, Eimer, Hunde, einfach zum Transport von allem.
Geschafft.

Wie du im Herzen glaubst, so wird dir das Schicksal begegnen;

was du an andern tust, wird dir von andern geschehn.

Johann Gottfried von Herder

Disco in Chinatown

Sie zieht sich die Kopfhörer über die Ohren, stellt alle Parameter der Kamera ein, lässt sich treiben, sich hineinziehen und sich durchschieben. Der Menschenstrom in den engen Gassen könnte sich fast anfühlen, wie damals, als sie tanzten, durch die Nächte. Mit 15, 16, 17 … in den dunklen Räumen der Tanzsäle, Diskotheken, eng und verschwitzt. Musik laut bis zum Anschlag, im Rhythmus wippen, andere Körper spüren, ein Gefühl von Freiheit und Unendlichkeit, diese Nächte sollten nie zu Ende gehen, wurden herbeigesehnt. Bunte Lichter an allen Ecken, Discokugeln drehen sich und werfen Lichtpunkte auf alle Wände. Die Tanzfläche eine Bühne. Beseelt, erschöpft, todmüde nach Stunden der Tanzlust ins Bett fallen mit einem Dauerrauschen in den Ohren und zertanzten Füßen. In den Träumen flackern die Lichter hinter den Augen weiter, die Körper schmiegen sich noch einmal aneinander, die Welt ist schön.

Little China girl
I could escape this feeling with my China girl
I feel a wreck without my little China girl
I hear her heart beating loud as thunder
Saw the stars crashing
I’m a mess without my little China girl
Wake up in the morning, where’s my little China girl
I hear her heart’s beating loud as thunder
I saw the stars crashing down
I feel tragic like I’m Marlon Brando
When I look at my China girl
I could pretend nothing really meant too much
When I look at my China girl
I stumble into town
Just like a sacred cow
Visions of swastikas in my head
Plans for everyone
It’s in the white of my eyes
My little China girl
You shouldn’t mess with me
I’ll ruin everything you are
You know it
I’ll give you television
I’ll give you eyes of blue
I’ll give you a man who wants to rule the world
And when I get excited
My little China girl says,
„Oh baby just you shut your mouth.“
She says, „Sh.“
She says, „Sh.“
She says
She says
And when I get excited
My little China girl says,
„Oh baby just you shut your mouth.“
And when I get excited
My little China girl says,
„Oh baby just you shut your mouth.“
She says, „Sh.“
She says
Little China girl
Little China girl
Little China girl
Little China girl
Little China girl

David Bowie
https://open.spotify.com/track/5Ei9o2fHEnfHb84YrPuz4v?si=6O11QzFpRouMjWCpGnl5ag

It was a theme she had
On a scheme he had
Told in a foreign land
To take life on earth
To the second birth
And the man was in command
It was a flight on the wings
Of a young girl’s dreams
That flew too far away
Don’t push too far your dreams are china in your hand
Don’t wish too hard because they may come true
And you can’t help them
You don’t know what you might have set upon yourself
China in your hand
Come from greed
Never born of the seed
Took a life from a barren hand
Oh eyes wide
Like a child in the form of man
A prophecy for a fantasy
The curse of a vivid mind
Don’t push too far your dreams are china in your hand
Don’t wish too hard because they may come true
And you can’t help them
You don’t know what you might have set upon yourself
China in your hand
Whoa your hand
Your hand
Don’t push too far your dreams are china in your hand
Don’t wish too hard because they may come true
And you can’t help them
You don’t know what you might have set upon yourself
But you shouldn’t push too hard no no
Don’t push too far your dreams are china in your hand
Don’t wish too hard because they may come true
and you can’t help them
You don’t know what you might have set upon yourself
Because they’re only dreams
And you shouldn’t push too hard no no

T’Pau
https://open.spotify.com/track/0ow5yxh0ouMJ0om8EyEt8P?si=L2GUE_yITEGXi7Zj2wye3Q

Yesterday I got so old
I felt like I could die
Yesterday I got so old
It made me want to cry
Go on, go on
Just walk away
Go on, go on
Your choice is made
Go on, go on
And disappear
Go on, go on
Away from here
And I know I was wrong
When I said it was true
That it couldn’t be me and be her
Inbetween
Without you
Without you
Yesterday I got so scared
I shivered like a child
Yesterday away from you
It froze me deep inside
Come back, come back
Don’t walk away
Come back, come back
Come back today
Come back, come back
What can’t you see
Come back, come back
Come back to me
And I know I was wrong
When I said it was true
That it couldn’t be me and be her
Inbetween without you
Without you
Without you
Without you
Without you
Without you
Without you
Without you

The Cure
https://open.spotify.com/track/4CRpOsjhvgxjF7rQufmyZ1?si=_G0yX3w6TKClm9PpAEMRBg

It was down in Chinatown
That I met the opium Queen
Baby face girl from Shanghai
Never smile and never cry

She now rules the underworld down in Chinatown
She runs all the opium den down in Chinatown

Bring her your gold, bring her your worries
And when life gets a bit too dreary to stand
Give a ring to the Queen of Chinatown

Go down, go down
To the Queen of Chinatown
She’ll pick you up when you’re feeling down
Go down, go down
To the Queen of Chinatown
And she’ll soon blow your blues away

It was down in Chinatown
When I met the opium Queen
Baby face girl from Shanghai never smiled and never cried
When love isn’t what it sounds go to Chinatown
When your friends have let you down got to Chinatown

When life is pain, when love is sorrow
And it gets more than you can possibly stand
Give a ring to the Queen of Chinatown

Go down, go down
To the Queen of Chinatown
She’ll pick you up when you’re feeling down
Go down, go down
To the Queen of Chinatown
And she will blow your blues away

It was down in Chinatown
When I met the opium Queen
Baby face girl from Shanghai
Never smiled and never cried

Go down, go down
To the Queen of Chinatown

When your life gets a bit dreary
When you’re down
When you’re feeling low
Give a ring to the Queen of Chinatown

Go down, go down
To the Queen of Chinatown
She’ll help you out
She’ll pick you up
She’ll sniff your blues away

Go down, go down
To the Queen of Chinatown
She’ll pick you up when you’re feeling down
Go down, go down
To the Queen of Chinatown
And she will blow your blues awayIt was down in Chinatown that I met the opium Queen
babyface girl from Shanghai never smile and never cry.
She now rules the underworld down in Chinatown
she runs all the opium den down in Chinatown.
Bring her your gold bring her your worries
and when life gets a bit too dreary to stand
give a ring to the Queen of Chinatown.
Go down
go down
to the Queen of Chinatown
she’ll pick you up when you’re feeling down.
Go down
go down
to the Queen of Chinatown
and she’ll soon blow your blues away.

Amanda Lear
https://open.spotify.com/track/7zWzVwMSt0UkBZqf4NQBBJ?si=DSg6APrSSG2N9t90t8ykjw

We walked these streets like kings, our faces in the wind
And everywhere we were, we made the city sing
We sang „forever young,“ we had our fingers crossed
And when the city sleeps, it dreams of us
Yeah, it still does
Oh, love, it changes shapes; it glows in many shades
We won’t be gone as long as our echoes resonate
We need no photographs; the past’s not only past
I find us everywhere and that’s how the magic lasts
Cause everywhere we’ve been, we have been leaving traces
They won’t ever disappear
We were here, we were here, we were really here
And the rains get rough, but time can’t wash us off
We won’t ever disappear
We were here, it was really love
Everywhere we’ve been, we have been leaving traces
They won’t ever disappear
We were here, we were here, we were really here
And the rains get rough, but time can’t wash us off
We won’t ever disappear
We were here, it was really love
It’s only little things: footmarks and fingerprints, a treasure hunt through town
It’s full of evidence, our monuments are all around
Everything’s on the move; the paint is wet, all colors are new
But if you look carefully, you’ll see us shining through
Cause everywhere we’ve been, we have been leaving traces
They won’t ever disappear
We were here, we were here, we were really here
And the rains get rough, but time can’t wash us off
We won’t ever disappear
We were here, it was really love
Everywhere we’ve been, we have been leaving traces
Everywhere we’ve been, we have been leaving traces
And the rains get rough, but time can’t wash us off
We won’t ever disappear
We were here, it was really love
We were here, we were here, we were really here
We were here, we were here, we were really here
We were here, we were here, we were really here
We were here, we were here, we were really here
We were here, we were here, we were really here
We’re in the air, we’re in the water
From the rooftops down to the pier
I’ll never walk these streets alone
We were here, we were here, we were really here
Engraved into waves; invisible ink on the walls
We were here, we were here, we were really here

B.O.Y.
https://open.spotify.com/track/6qd29ADDoERrDM2wKhZ2wv?si=4_QF-yNmTsOPYkV3Kubzew

HAPPY CHINESE NEWYEAR SINGAPORE

Unterm Radar

„Sie war für das Verschwinden wie gemacht, schmal wie ein Hemd, die Füße einer Schülerin. Sie konnte lange hinter Bäumen stehen, in Gräben oder unter Hecken kauern. Verschwand am Mergelschacht im Schilf, schob sich in P. Bs. Gerstenfeld und tauchte in den langen Halmen unter. Streunte über Sandwege und Trampelpfade, lief bis zum Hünengrab und legte sich ins Heidekraut. Das einzige, was Marrert Fs. Versteck manchmal verriet, war eine kleine Wolke Qualm. Sie paffte Zigarettenstummel, die sie im Gasthof von den Tischen sammelte, wenn Sönke es nicht sah. Halb gerauchte Juno, Gold Dollar oder Ernte 23, die in den Aschenbechern liegen blieben.“

„Sie tauchte meistens in der Mittagsstunde unter, sie machte es wie alle, die in Brinkebüll für eine Zeit verschwinden wollten. Die nicht gesehen werden wollten, wenn sie um Häuser oder Scheunen schlichen, wo sie nichts verloren hatten, oder mit langem Schritt ein fremdes Feld vermaßen, als ob es ihnen schon gehörte, Ihre Räder leise aus dem Schuppen schoben, zwei leere Eimer an den Lenker hängten und zum Süderende fuhren, um schnell die reifen Fliederbeeren abzupflücken, bevor es jemand anderes tat. Man musste warten, bis das Dorf wie ein betäubtes Tier zusammensackte. Bis in den Küchen und den Stuben nach und nach die Tageszeitungen zu Boden glitten und tief geatmet wurde auf den Eckbänken und Sofas. Die Brinkebüller Kinder lernten früh, dass man das leise Schnarchen hören musste, bevor man auf den Strümpfen durch die Diele huschen konnte, zum Heuboden hinauf, wo die versteckten Comic-Hefte lagen oder die blinden, jungen Hunde, die man eigentlich nicht haben durfte.“

„Das betäubte Dorf bemerkte nicht, wenn Marret F. verschwand, es sah sie nur auf ihrem Weg zurück, mit Gräsern un den Haaren oder Sand an ihren Kleidern. Sie kam mit Steinen in den Taschen, Schneckenhäusern, Scherben, Holzstücken und Bucheckern, Ahornsamen oder Klatschmohnkapslen, kleinen Knochen, manchmal toten Vöglen, Mäusen, Feldhamstern, und nichts von dem, was Marret in den Feldern rund um Brinkebüll gefunden hatte, durfte weg. Die Pflanzen legte sie mit Löschpapier in Sönkes großen Shell-Atlas, der Rest kam in ihr Schap, den ausrangierten Küchenschrank, der staubig an der Wand im Kuhstall stand. Die toten Tiere sorgten regelmäßig für Geschrei, weil Sönke sie im Stall nicht haben wollte. Er warf sie auf den Mist, sobald er sie entdeckte, und Marret schrie, weil diese Tiere erst verschwinden durften, wenn sie gezeichnet und beschriftet worden waren. Sie mussten in ihr Book, ein blaues Schulheft, großkariert, mit breitem Rand.“

„Wippsteert ist gleich Bachstelze. (Singvogel, Zugvogel) Am 21. September 1964 an der Brücke bei Wischers Heck gefunden, Schon länger tot. (Brummer)“ „Sie schrieb in Schönschrift, unterstrich die Überschrift zweimal mit Lineal und ließ dabei die Unterschleifen aus, das hatten sie bei Lehrer Steensen so gelernt. Es konnte Stunden dauern, bis sie fertig war mit ihrem Zeichnen und Beschriften, manchmal Tage. Weil E. sie nicht mit den toten Tieren in die Küche ließ, zog Marret sich den alten Schemel in den Stall und saß, das blaue Heft im Schoß, den Rücken an ihr Schap gelehnt. Summte, malte, schnörkelte und unterstrich, als gäbe es um sie herum nichts anderes zu tun, als stünden nicht Eimer, Besen, Forken, als müsste Sönke F. nicht wütend über ihre ausgestreckten Beine steigen, sie sah ihn gar nicht. Sie merkte wohl auch nicht, dass ihre toten Tiere manchmal schon schlecht rochen.“

„Marret schien hinter einer Wand aus Glas zu leben. Man musste rufen oder winken, um sie zu erreichen, und manchmal war das Glas auch noch beschlagen. Sie sah und hörte nichts, wenn sie im Stall auf ihrem Schemel hockte, in Kleiderschränken saß oder im Brennholzschuppen, wo sie immer die Lesezirkelhefte las, Quick, Stern und Bunte, und den Filmstars und den Schlagersängerinnen, die auf den Titelbildern waren, Zahnlücken oder Bärte malte, Brillen, Lockenköpfe. Sie hörte nicht, dass H.G., der Mappenmann, fast jede Woche gegen die Kommode trat und fluchte, wenn er ihr Gekritzel sah. Weil er sich wieder das Gemecker von den nächsten Abonennten anhören konnte. Wer wollte denn Curd Jürgens ohne Schneidezähne sehen und Heidi Brühl mit Backenbart und Brille?“

„Es brachte nichts, sich aufzuregen, gar nichts. Das wusste D. K. mittlerweile auch. Sie wippte nur noch mit dem Fuß, die Arme vor der Brust verschränkt, wenn Marret F. in ihren Laden kam und summend Richtung Tiefkühltruhe schlenderte. Sich ein Vanilleeis aus der Gefrierbox angelte und summend wieder aus der Ladentür spazierte. ‚Ik heff keen Geld‘, sie zahlte nie, und D. sagte dazu gar nichts mehr. Sie stemmte sich aus ihrem Stuhl und schwankte auf den schweren Beinen von der Kasse bis zur Truhe, um den Deckel wieder richtig zuzumachen, dann nahm sie ihren roten Stift und schrieb die 20 Pfennig in ihr Kontobuch. E. würde beim nächsten Mal bezahlen. Man braucht über Marrets Macken nicht zu reden, ‚dor ward dat uk nich anners vun‘. Mehr sagte E. nicht, wenn jemand über ihre Tochter schimpfen oder klagen wollte. Für E.F. war das schon viel, sie sprach ja nicht, wenn sie nicht musste. Manchmal, wenn im Laden keine andere Kundschaft war, spielte D.K. Wunschkonzert mit Marret, dann tauschten sie ein Lied gegen ein Eis. Marret durfte durch den Laden tanzen wie eine Schlagersängerin, und D. wünschte sich fast jedes Mal dasselbe: Schuld war nur der Bossa Nova. Das Lied war wie gemacht für sie, weil D.K. immer gerne klärte, wer an etwas schuld war.“

„Marret war verdreiht, schon vor der Klapperlatschenzeit und vor den Untergängen, sie war noch nie normal gewesen. Auch nicht verrückt, sie lag wohl irgendwo dazwischen. Ein Knäuel Mensch, verfilzt, schief aufgerollt. Es gab die Sorte überall, in jedem Dorf. Zwei oder drei, die in sich selbst verknotet waren, keinem entsprachen und bei Ostwind weinten, rohe Rüben von den Feldern aßen oder barfuß liefen, wenn es schneite. Die zahme Elstern in der Stube hielten oder bei Vollmond Zwiebeln, tote Katzen oder Kuhhörner vergruben. Halfbackte, wunderliche Menschen, sehr einsam hinter ihrer Wand aus Glas. Gefangene, die nichts verbrochen hatten. Man sprach mit ihnen wie mit Kindern, Fremden oder Schwerhörigen, laut und nickend, zwinkerte und machte Witze, die sie nicht verstehen konnten. Man mochte ihnen aber nicht begegnen, wenn es neblig oder dunkel war, auf stillen Wegen außerhalb des Dorfes. Sie waren einem nicht geheuer mit ihren seltsamen Geräuschen, dem Flüstern und dem Murmeln, mit ihren Steinen und den toten Tieren in den Taschen. Man wusste nicht, woher die schiefen Lieder kamen, die sie sangen, warum sie lachten oder weinten. Ob sie nicht Dinge sahen oder hörten, von denen die Normalen gar nichts ahnten. Oder sie nicht angeschlossen waren an etwas Größeres und Heimliches.“

„Man quälte die Verdreihten nicht, man nahm sie hin wie Löcher in den Straßen oder das eine unberechenbare Rind, das es in jedem Kuhstall gab. Man kannte sie und hielt ein bisschen Abstand. Marret war wie etwas Flüchtiges, Verwehtes, das ständig seine Form veränderte, Sanddüne, Wolke, Quecksilber, sie hatte keine Grenzen. Keine feste Haut, so kam es E. manchmal vor. Sie hatte lange gesucht nach einem Sinn in dem, was Marret sagte oder tat, nach einer Ordnung, einer Formel, die ihr dieses Kind begreifbar machen sollte. Sie hatte aber aufgehört damit, es brachte nichts.“

„Man flog nur wie ein Brummer krachend an die Scheibe, immer wieder. Ein Kind wie Marret war ein Spiel mit komplizierten Regeln, und man bekam es ohne Anleitung. Also spielte E.F., obwohl sie nichts verstand. Sie würfelte. Gewöhnte sich das Wundern ab, als wäre es ein Laster. Stutzte nicht, als Marret plötzlich unter Betten kroch, Kommoden von den Wänden schob und mit den Händen über Teppiche und Bettvorleger tastete, die dreiteiligen Matratzen aus den Gästebetten hievte, Vorhänge und Gardinen schüttelte, Begonien und Sansevieria aus ihren Übertöpfen hob, im ganzen Haus in Schubladen und Schränken wühlte. Als Nachts das Scharren weiterging, das Möbelrücken in den Fremdenzimmern, das Tasten und das Wühlen bis zum frühen Morgen. Bis es Zeit zum Melken war und Marret ganz allmählich dämmerte, dass von dem schönen fremden Mann nicht mehr zu finden war als eine nachtblaue Krawatte. Er hatte hier nichts mehr verloren.“

„Marret war auch taub, wenn sie an klaren Tagen auf das Meiereidach stieg, bis zu dem Brett am Schornstein, wie die Tauben immer saßen. ‚Nu schnackt se uk noch mit de Vageln.‘ Sie schaute nicht nach unten, und sie hörte nicht, wenn J.M. nach oben brüllte, dass sie ‚gefälligst mol zackzack‘ da runterkommen sollte. Sie sah den Himmel über Brinkebüll, sonst nichts. Das kleine Dorf da unten ging sie gar nichts an und J.M. schon gar nicht. Anfangs hatte er ihr mit der Faust gedroht, jetzt ließ er sie da oben sitzen, solange sie ihm nicht die Dachziegel heruntertrat.“

Fotos: Sandra Thoss;

Text: Dörte Hansen „Mittagsstunde“

Ich seh Rot!

Die Wahrnehmung von Rot entsteht, wenn das Licht eine Wellenlänge von 600 nm bis 800 nm hat. Im Gegensatz zu anderen Säugetieren kann der Mensch diese Farbe sehr gut wahrnehmen.

Dunkles Rot wird als Braun wahr genommen. Aus diesem Grund wird rote Beleuchtung in bestimmten Etablissments, aber auch beim Bäcker, eingesetzt, um eine angenehme Bräunung der Objekte vorzutäuschen.

Rot ist, sprachwissenschaftlich betrachtet, eine der ältesten Farben mit eigenem Wort: Rot. Daneben kannte man damals nur noch “hell” und “dunkel”. Rot kommt vom althochdeutschen rôt, welches vom germanischen rauðaż abstammt. Dessen Herkunft ist das indogermanische ẖereúdʰ, das die Farbgebung von Kupfer, Gold und anderen Metallen beschreibt. Quelle: https://fantastokrat.de

Eine der ältesten Formen von Rot stammt aus Ton, der durch das Mineral Hämatit einen roten Farbton erhält. Tatsächlich wurden Beweise dafür gefunden, dass Menschen in der Jungsteinzeit roten Ocker schliffen, um ihre Körper zu bemalen.

Rot war neben Weiß und Schwarz eine der wenigen Farben, die von Malern in der Altsteinzeit verwendet wurden, weil sie in der Natur leicht zu beschaffen war. Die prähistorischen Höhlenmalereien in Altamira, Spanien, die zwischen 16500 und 15000 v. Chr. entstanden sind, sind frühe Beispiele für Malereien mit rotem Ocker.

Rot war auch im alten China bekannt, mit frühen Beispielen rot gefärbter Keramik aus der Zeit zwischen 5000 und 3000 v. Chr. Spuren von rotem Ocker wurden sogar auf einer Farbpalette im Grab von König Tut in Ägypten gefunden.

Im alten Ägypten wurde roter Ocker als Kosmetik für Frauen verwendet, um ihre Lippen und Wangen zu färben. Während der Feierlichkeiten färbten die Menschen ihre Körper mit dem Pigment. In der ägyptischen Kultur hatte Rot Assoziationen mit Leben, Gesundheit und Sieg. Das Pigment wurde auch häufig in Wandmalereien verwendet. Quelle: https://www.daskreativeuniversum.de

Eine Vielzahl von Rottönen wurden im Laufe der Geschichte in der Mode verehrt, aber der Designer Christian Louboutin machte einen bestimmten Farbton zu seiner Lieblingsfarbe – Chinesisches Rot (nicht zu verwechseln mit Zinnoberrot, das manchmal auch als chinesisches Rot bezeichnet wird). 1992 enthüllte er seine Schuhe mit einer Sohle in der Farbe Rot, die schnell zum unverwechselbaren Markenzeichen der Louboutins wurden. Diese sehr spezifische Farbe (Pantone 18-1663 TPX) wurde zum Synonym für die Marke und führte Louboutin dazu, seine roten Sohlen in mehreren Ländern zu vermarkten.

Louboutins charakteristische rote Sohlen sind zufällig entstanden. Während er an einem Prototyp arbeitete, spürte er, dass dem Entwurf etwas fehlte. Da bemerkte er, dass eine Assistentin ihre Nägel rot lackierte und beschloss, auch die schwarze Sohle der Schuhe rot zu beschichten. Quelle: https://www.daskreativeuniversum.de

Von Orangetönen bis hin zu tiefen Weintönen hat die Farbe Rot seit jeher eine besondere Bedeutung für Kulturen auf der ganzen Welt. Die warme Farbe wird in der westlichen Kultur am häufigsten mit Liebe assoziiert und ist nach wie vor eine attraktive, lebendige Farbe, die sofort Aufmerksamkeit auf sich zieht.

In vielen Kulturen symbolisiert Rot Freude und Glück. In vielen asiatischen Ländern tragen Bräute Rot als Symbol für Fruchtbarkeit und Glück. In Europa wurde Rot mit dem Adel und dem Klerus gleichgesetzt.

Seit der Antike in Kunst und Textilien weit verbreitet, ist die Farbe Rot kraftvoll und repräsentativ. Quelle: https://www.daskreativeuniversum.de

Dass Rot besonders anregend oder aufregend wirkt, ist physiologisch messbar. Seine emotionalen Wirkungen oder assoziativen Bedeutungen bewegen sich dabei in einem weiten Spektrum, das von Liebe, Sinnlichkeit und Fruchtbarkeit über Erregung, Leidenschaft und Zorn bis zu Kampf, Krieg und Tod reicht. In der Antike war Rot die Farbe der Männlichkeit und des Kriegs, weshalb der «rote Planet» nach dem römischen Kriegs-gott Mars benannt wurde. Zu anderen Zeiten oder in orientalischen Kulturen war Rot eher die Farbe der Weiblichkeit. Im Fernen Osten galt Rot seit alters her als die Farbe des Glücks, des Reichtums und der Bannung böser Geister. In der christlichen Welt war Rot dagegen ein Symbol des Leidens Christi und seiner Nachfolger, der Blutzeugen und Märtyrer. Unter Berufung auf sie hüllten die Kirchenfürsten sich in jenen Purpur, der im vorchristlichen Rom bereits ein Zeichen von Vornehmheit, Macht und Reichtum war und es das ganze Mittelalter hindurch blieb. Quelle: Koenen „Die Farbe Rot“

Hier bin ich! Rot ist eine Farbe, die gesehen werden will. Sie verkörpert Energie und Selbstbewusstsein, kann aufgrund ihrer Signalwirkung aber auch als „too much“ empfunden werden. Quelle: https://www.gerryweber.com/de-de/mode-ratgeber/farben-bedeutung/

Rot stellt eine wichtige Farbe in asiatischen Kulturen dar. Die Farbe symbolisiert Werte wie Glück, Freude und Wohlstand. An ihrem Hochzeitstag tragen Bräute in Asien häufig Rot. Auch in Indien verbindet man mit Rot neben der Heirat typische Eigenschaften wie Reinheit, Spiritualität und Kreativität. Rot bedeutet zudem Glück in Ägypten und im Iran. Für einige Länder in Afrika steht Rot jedoch für Tod oder Aggression.

Laut den Lehren des Feng-Shui wirkt Rot aphrodisierend und anregend. Rot eignet sich unter anderem für Schlafzimmer und soll erfrischend auf Menschen wirken, die morgens schlecht aus dem Bett kommen. Für Aufsehen sorgt man mit Rot in der Mode. Bekleidung in Rot wirkt zumeist energievoll und selbstbewusst. Quelle: https://www.designerinaction.de/design-wissen/bedeutung-farben/

Blau ist das männliche Prinzip, herb und geistig. Gelb ist das weibliche Prinzip, sanft, heiter und sinnlich. Rot die Materie, schwer und brutal und stets die Farbe, die von den anderen Farben bekämpft werden muß.

Franz Marc (1880 – 1916)

Rot wirkt nahe, greifbar und materiell im Gegensatz zu Blau, das entfernt, immateriell und transparent wirkt. Rot ist die Farbe der Kraft, der Aktivität und der Aggressivität. Blau dagegen wirkt sanft, passiv und ruhig. Rot wird assoziiert mit Feuer und Männlichkeit, Blau dagegen mit Wasser und Weiblichkeit. Es gibt jedoch auch ein weibliches Rot. Es ist das dunkle Rot. Naturreligionen assoziieren Rot mit einer geschlechtsbezogenen Symbolik des Blutes. Das helle Rot symbolisiert das Männliche, die Leidenschaft, dagegen das dunkle Rot das Weibliche, die Fruchtbarkeit. In Wüstenländern wird Rot mit Gluthitze gleichgesetzt und bekommt einen unangenehmen, negativen Aspekt. In kalten nördlichen Ländern, wo man sich nach Wärme sehnt, hat Rot eine angenehme, positive Bedeutung. Im russischen Sprachgebrauch steht Rot synonym mit wertvoll und schön. In manchen Sprachen wird Rot gleichgesetzt mit farbig: so im spanischen wo Rot “colorado” heißt. In den Weltsprachen ist Rot ist die älteste und urspünglichste Farbbezeichnung. Rot wird allgemein mit Blut und Feuer assoziiert. In der hebräischen Sprache haben Blut und Rot denselben Ursprung. Bei den Eskimos bedeutet Rot wörtlich übersetzt “wie Blut”. Quelle: Farben Wahrnehmung Assoziation Psychoenergetik von Franz Immoos

Einige Primaten können Farben sehen, viele andere Tiere dagegen nicht. Der Grund schien klar zu sein: Wer die Welt bunt wahrnimmt, findet besser reife Früchte. Jetzt haben Neurobiologen eine ganz andere Erklärung parat.

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Die Begriffe Rot-Grün-Sehschwäche und Rot-Grün-Blindheit stehen für bestimmte erbliche Farbfehlsichtigkeiten. Es handelt sich hierbei um Störungen der Farbwahrnehmung, wobei die Betroffenen die Farben Rot und Grün schlechter als Normalsichtige unterscheiden können. Eine Grünschwäche tritt deutlich häufiger auf als eine Rotschwäche. Zudem sind signifikant mehr Männer betroffen.[1] Die medizinischen Fachbegriffe hierfür lauten Deuteranomalie oder Deuteranopie für Grünschwäche und Grünblindheit, sowie Protanomalie und Protanopie für die entsprechende Rotstörung. Quelle: Wikipedia

Der rote Faden im Leben sollte zur Abwechslung auch mal
mit einem andersfarbigen verknüpft werden.

Helmut Glaßl

Die Farbe Rot: Rot wird vorzugsweise dann eingesetzt, wenn unsere Lebenskräfte geschwächt sind. Es erhöht unseren Energiepegel, unsere seelische Kraft: Denn Rot regt alle Vorgänge im Körper an, stimuliert die Stoffwechselaktivitäten und übt einen starken Einfluss auf das vegetative Nervensystem aus. Eine belebende und positiv verstärkende Wirkung, hat das warme Rot auch auf emotionaler Ebene. Es steigert die Sinnlichkeit, das bewusste Erleben und Fühlen und den Ausdruck ungehemmter Leidenschaft. Auf mentaler Ebene, vermittelt uns die Energie der Farbe Rot einen starken Willen, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen. (Quelle: www.innovative-eyewear.de)

Aufgrund ihrer wohltuenden und wärmenden Wirkung, wird die Farbe Rot (als Infrarotstrahlung) zu Heilzwecken eingesetzt. Allgemein wirkt sie anregend und appetitfördernd. Die bloße Wahrnehmung der Farbe Rot, erhöht den menschlichen Stoffwechsel um 13,4 Prozent (Quelle: Theroux, 1998). Sie ist die Lieblingsfarbe der Kinder. Die Psychotherapie macht sich die Farbe Rot zunutze, um blockierte Fähigkeiten zur konstruktiven Aggression und zum Ausleben von Sexualität zu lösen.

Die Farbe Rot kann aber auch destruktive Aggressionen und Gewaltbereitschaft auslösen. Die von dem Künstler Barnett Newman ausgestellten, riesigen Leinwände mit großem Rotanteil, wurden von Betrachtern angegriffen und beschädigt. Die Stierkämpfer in Spanien, reizen die Stiere mit roten Tüchern. Doch dies ist ein Trugschluss, denn die Stiere sind farbenblind und würden auch auf andere Farben reagieren. Sie reagieren lediglich auf die Bewegung der Toreros.

Rot ist die Farbe der Gefühlsausbrüche: Wenn man sich schämt oder wenn man wütend wird, errötet man. Wer die Kontrolle über sich selbst verliert, „sieht Rot“. Quelle: https://www.lichtkreis.at/wissenswelten/welt-der-farben/die-farbe-rot/

Und am Schluss: GELB! Wer es bis hier hin geschafft hat, kann jetzt seine Augen ausruhen.