1983 – Metro Moskau

Die Moskauer Metro (russisch Московский метрополитен ) 1935 eröffnet, gehört zu den U-Bahn-Systemen mit den tiefsten Tunneln und Bahnhöfen der Welt und ist mit knapp 2,4 Milliarden Fahrgästen jährlich (Stand: 2011) auch eine der am stärksten in Anspruch genommenen U-Bahnen weltweit. Die Stationen der Moskauer Metro sind aufgrund ihrer teilweise sehr anspruchsvollen Architektur als unterirdische Paläste bekannt. (Quelle: Wikipedia)

Durch Zufall gelangte ich an eine Dia-Serie aus dem Jahr 1983, die wahrscheinlich im Unterricht der ehemaligen DDR verwendet wurde. Jetzt habe ich diese Dias digitalisiert und bin fasziniert von den schönen Aufnahmen aus der damaligen Zeit.

Das Moskauer Metro-System rühmt sich damit, unterirdische Paläste für das Volk zu besitzen. Zahlreiche Stationen sind aufgrund ihrer Prägung durch den sozialistischen Klassizismus zu Zeiten Stalins prunkvoll ausgestattet. Einige dieser Bahnhöfe sind detailreich und werden in diversen Reiseführern als besonders sehenswert eingestuft. Allerdings ist ein Großteil der Stationen, vor allem außerhalb des Zentrums, in einem sehr schlichten sachlichen Stil gehalten. (Quelle: Wikipedia)

Leider habe ich es bisher noch nie geschafft, die russische Metropole zu besuchen. Ich hoffe, dass dies irgendwann Wirklichkeit wird und sicher werde ich dann die Metro nutzen, um mir die herrlichen Stationen anzuschauen und vielleicht einige dieser Motive wiederzufinden.



Ein Dank den Fotografen, die diese Bilder gemacht haben. Da ich kein Russisch mehr sprechen oder lesen kann (schade, nach so vielen Stunden in der Schule), weiß ich nicht, wer diese Bilder damals aufgenommen hat.

Wer gerne noch ein bisschen Stöbern möchte ist hier richtig: https://de.rbth.com/reisen/79896-evolution-im-untergrund-moskauer-metro-wandel-zeit

Eine gelungen Fotoserie ist hier zu sehen: https://de.rbth.com/multimedia/pictures/2016/02/05/schoene-neue-welt-moskau-metro-mit-den-augen-eines-fremden_565199

Making Off : Kamera, Diaduplikator von Dörr, LED-Leuchtpad, Bearbeitung Lightroom

Sherlock Is Back

„Morgen Mittag wird die Welt, wie Sie sie kennen, untergehen.“
„Aha. Dann sollten wir wohl keine Zeit verlieren!“

„Nichts ist trügerischer als eine offenkundige Tatsache.“

„Stagnation macht meinen Geist rebellisch! Geben Sie mir Probleme, geben Sie mir Arbeit!“

„Trauen Sie niemals allgemeinen Eindrücken, mein Junge, sondern konzentrieren Sie sich auf Einzelheiten.“

„Machen Sie aus Menschen keine Helden, John. Helden existieren nicht.
Und selbst wenn – dann wäre ich keiner von ihnen.“

„Hören Sie auf mich zu langweilen und denken Sie. Das ist das neue sexy.“

„Es stellt für mich einen beträchtlichen Unterschied dar, wenn jemand an meiner Seite ist, dem ich voll vertrauen kann.“

„Gefühle sind ein chemischer Defekt, der auf der Verliererseite zu finden ist.“

„Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.“

„Die kleinen Dinge sind unendlich wichtig.“

Hauptdarsteller: Lara as Sherlock
Kamera: Weltaflex, Rollfilm
Labor: MeinFilmLab
Fotos & Regie: Sandra
Kulisse: Kloster Bebenhausen
Zitate: Sir Arthur Conan Doyle und Filmzitate Sherlock Holmes
Es war mir ein Vergnügen sie zu treffen.

Der März bringt das Licht!

Endlich sind die dunklen Tage der letzten drei Monate gezählt, die Sonne kitzelt mich schon Morgens immer öfter an der Nase und lässt meine Augen überlaufen, wenn sie Abends mit einem Farbenspektakel am Horizont wieder verschwindet. Das gibt mir neue Energie, die Ideen sprudeln im Kopf und meine Kreativität lechzt um so mehr nach Austoben.  

Mein erstes Gedicht ist entstanden, aus einer Pflicht heraus, wollten die Worte zu Papier gebracht werden. Der Versuch meiner Definition von Licht:

Offenbarung an das Licht

Kraftquelle meines Lebens
Klarheit meines Daseins
Seelenstrahl

Wärme in meinem Herzen
Funken in meinen Augen
Hoffnungsschimmer

Reinheit meiner hellen Tage
Nebelschleier meiner diffusen Stunden
Schattengeber

Schwerlosblau meiner Sommerlaunen
Tiefengrün meines Wintergemüts
Farbenspieler

Reflektion meiner Ansichten
Spiegelung meiner Wahrheiten
Bilderzeuger

Im Licht des Waldes öffnet sich eine Bühne.

Ein Selbstporträt – Teil der Hausaufgaben zum Workshop bei Antje Kröger in Leipzig zum Thema „Licht, Farbe und Gestaltung“ – sollte abgelichtet werden. Vor der Kamera zu stehen will gelernt sein und muss geübt werden. Ich bin lieber dahinter, dieser Herausforderung stellte ich mich dennoch. Ein bisschen Hilfe hatte ich nötig, die Idee schwirrte im Kopf bereits herum. Eine Erklärung dazu soll es nicht geben, eher eine Aufforderung zur Eigeninterpretation.

Wer findet Worte für mich?

Zum Workshop gibt es demnächst mehr Worte und Ergebnisse hier zu lesen und zu sehen. Die kreative Phase brachte mich im Februar noch in eine Dunkelkammer und zur UV-Lampe.  Im Foto-Mietlabor in Stuttgart durfte ich meinen ersten s/w Rollfilm selbst entwickeln und erste Abzüge davon machen. Eine wahrhaft emotionale Erfahrung. Welch eine Befriedigung, die eigenen Bilder entstehen zu sehen. Einen Prozess vom Beginn der Idee, über das Belichten des Films, der Entwicklung im Labor und dem fertigen Fotopapier in der Hand komplett selbst auszuführen, lässt mich das Ergebnis mit ganz anderen Augen betrachten. 

Danke Stefan für diese 5 Stunden voller erleuchtender Momente.

http://www.miet-sw-labor.de/
Kompetente Beratung und Ausstattung
Vorbereitung ist alles bevor das Licht ausgeht!
Ergebnisse im Trockenschrank

Cyanotypie hatte ich bisher nie selbst ausprobiert, bin aber schon immer fasziniert vor diesem blau-weißen Bildern gestanden. 1842 wurde dieses Verfahren vom englische Naturwissenschaftler und Astronom Sir John Herschel entwickelt und begeistert noch heute viele Kunstschaffende. Da auch ich zur Mehrheit der Blauliebhaber (Lieblingsfarbe der Menschen laut eines Forscherteam der britischen Newcastle University) gehöre, wollte ich diese Technik schon länger einmal testen. Ein Cyanotypie-Workshop beim Kunstbedarf-Giganten Boesner war mein Weihnachtsgeschenk, das jetzt eingelöst wurde. Ein wenig Respekt hatte ich vor der Chemie, nicht gerade mein Lieblingsfach in der Schulzeit, aber die Angst wurde mir schnell genommen. Karl erklärte und demonstrierte den ganzen Prozess sehr anschaulich und nach drei Runden eigener Arbeit, konnte ich die wunderschön blau-weiß entwickelten Papier in meinen Händen halten.

Entwickeln ohne Dunkelkammer – sondern mit UV Licht

Jetzt freue ich mich auf das Licht des Frühlings. Die Dunkelkammer richtet eine Freundin gerade in ihrem Keller ein, Chemie und Papiere wurden gekauft – es kann gearbeitet werden. Wie sagte Karl Valentin so schön: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“

Analog(ie)

Wie gerne stöberte ich als Kind in den Fotoalben meiner Eltern, blätterte Seite um Seite, immer darauf bedacht, dass dünne Pergamentpapier zwischen den Seiten nicht zu zerreißen. Wie gerne lag ich unter dem Tisch meines Opas, wenn er zu seinen berühmten Dia-Abenden in das Wohnzimmer einlud. Das Klicken des Projektors wenn ein neues Dia vor die Lampe geschoben wurde, und alle gespannt waren, welches Foto als nächstes auf der Leinwand erscheinen wird. Wie gerne krame ich auf Flohmärkten in Kisten voller alter Fotos, mit Menschen darauf, die ich nicht kenne und Orten, an denen ich noch nie war. Die Faszination zur Fotografie steckt wohl tief in mir und in letzter Zeit bin ich häufiger zu den Wurzeln zurückgekehrt. Echte Filme kaufen, einlegen, fotografieren, entwickeln lassen, Warten!, das Ergebnis bestaunen. Ein herrlicher Prozess und so viel befriedigender, besonders wenn einem das Resultat seiner Arbeit Freude bereitet.

Die Kameras meines Opas leisten immer noch ihren Dienst, weitere analoge Schätze haben den Weg zu mir gefunden. Ich muss mir mittlerweile aufschreiben, welchen Film ich in welche Kamera eingelegt habe – Kamerawohlstandsprobleme. Neulich hat mir meine Vergesslichkeit wieder zu ein paar wundervollen analogen Fotos verholfen. Zum Glück reise ich immer mit mehreren Kameras. Und dann führt ein vergessenes Ladegerät für die digitale Maschine nicht mehr so schnell zur totalen Verzweiflung. Dann zaubere ich die analoge Schwester aus der Tasche, die bekanntlich meistens sogar ohne Batterien funktionieren und Kleinbildfilme gibt es sogar wieder in realen Geschäften zu kaufen. Ein Hoch auf den Retro-Kult, obwohl ich denke, die analoge Fotografie braucht keinen Kult, sie wird bleiben, egal was die Industrie auf den Markt wirft.

Der Charme dieser Bilder überzeugt mich nicht nur in den alten Fotoalben unserer Familie, viele Künstler bleiben dem Medium Film treu und liefern unentwegt grandiose Werke ab. Einen Film in die Kamera einzulegen, die Klappe zu schließen, vorspulen, wieder zurückspulen. Genauer überlegen, welches Motiv aufgenommen werden soll. Sich genauer auf den Prozess der Entstehung eines Bildes zu konzentrieren. Selbstbeschränkung kann dabei helfen, den eigenen Fokus immer wieder zu finden. Es macht mir Freude und gibt mir tiefe Entspannung, so zu fotografieren. Auch das Warten auf die Ergebnisse gehören zu diesem Prozess, die Vorfreude löst jedes Mal ein kleines Weihnachtsgefühl aus. Am besten lässt man die Filme noch eine Weile im Schrank und verschickt sie erst einige Zeit später zur Entwicklung. Dann ist die Spannung noch größer.

Die folgenden Bilder sind auf unserer Herbstreise an die Ostsee bei Warnemünde entstanden. Nach dem ersten Spaziergang am Meer war der Akku leer und das Ladegerät zu Hause, kilometerweit entfernt. Da durfte die neue kleine Olympus – Pen EE-3 ihren ersten Einsatz unter Beweis stellen. Zwei Filme hatte ich dabei und weil diese Kamera sogar die doppelte Anzahl an Bildern produziert, reichte es für den Rest der Woche, um meine Eindrücke dieses zauberhaften Landstriches einzufangen, den ich als Kind so oft mit meinen Eltern um diese Jahreszeit bereist hatte. Eine Reise in die Vergangenheit auf analogen Wegen – wie passend.

Die eigenen Wurzeln sind die markanten Eindrücke eines früheren Lebens, an die man sich erinnert, wenn man über sich gewachsen ist, im späteren Leben!
© Ciro Pagnozzi

Am Leuchtturm
Überflug
Promenaden Idylle
Ankerplatz Chemnitz
Am Strom
Stille am Wasser
Winterpause
Ahrenshoop
Windflüchter
Schatten im Sand
Meeresbaum
Birkenreigen
Blätterdach
Wellenzauber
Blaue Boje
Zusammen einsam
Haltlos glücklich