Ziele …

In den letzten Artikeln habe ich immer wieder erwähnt das viele Leute heute unzufrieden sind. Ein wichtiger Grund ist (meiner Meinung nach) das Fehlen von Zielen. Das mag auf den ersten Blick verwunderlich klingen. Aber erinnern wir uns an unsere Schule und das Studium. Meist waren wir in dieser Zeit trotz finanziell geringer Mittel nicht unzufrieden. Wie oft erinnert man sich an die tollen Tage im Studium, trotz der Anstrengungen, zurück. Der Grund war, das man ein Ziel hatte, dass man mit allen Komolitonen gemeinsam teilte. Der erfolgreiche Abschluss des Studiums.

monte-rosa-hatteIm Alltag mit all unseren materiellen Annehmlichkeiten, mehr Geld und Möglichkeiten sind wir auf einmal unzufrieden. Einen Grund habe ich ja schon im vorletzten Artikel (Sein und Haben …) erwähnt.

Ein ebenso gewichter ist das Leben ohne konkrete Ziele. Viele sind im täglichen Trott gefangen und arbeiten oft ziellos vor sich hin. Für manche ist das nächste Wochenende oder der nächste Urlaub das Ziel. Von diesen Zielen rede ich aber nicht. Ich meine Ziele die einen herausfordern und langfristiges Beschäftigen und Engagement benötigen. Vielleicht auch Schmerzen, Kosten oder Entbehrungen.

Hier einige Beispiele:

  • einen Marathon laufen
  • mit dem Rauchen aufhören
  • jeden Morgen 6 Uhr aufstehen
  • im Beruf eine bestimmte Position oder Verantwortung anstreben
  • eine Fremdsprache oder ein Instrument lernen
  • sich Selbständig machen
  • eine Familie gründen
  • am Meer / in den Bergen zu leben

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Ruhe …

Ich mag den Samstag eigentlich. Das Wochenende startet, vielleicht ist dazu noch tolles Wetter, keine Reise ist geplant. Es stehen keine lästigen Putzarbeiten in der Wohnung an und die Kinder sind friedlich. Jetzt könnte ich den Nachmittag bei einer Tasse Kaffee und vielleicht einem kleinen Artikel in der Zeitung auf dem Balkon unserer Wohnung genießen.

Aber als echter Nichtschwabe habe ich um diese Zeit noch kein Recht auf Ruhe. Kaum scheint mal die Sonne, rücken die Rasenmähermänner und -frauen aus, um den ohnehin schon viel zu kurzen Rasen noch weiter abzumähen. Unsere Wohnung liegt in einem netten Wohnviertel auf dem “Land”. Umringt voruhen zahllosen Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäusern mit jeweils ca. 30 qm – 300 qm Rasenfläche. Da muss das schöne Wetter genutzt werden. Wenn dann noch die Biotonne am folgenden Mittwoch geleert wird, ist an Ruhe nicht mehr zu denken. Dann wird gemäht und geschnitten (elektrische Heckenschere, Rasentrimmer), was die Messer hergeben. Weiterlesen

Sein und Haben …

Trotz zunehmender Bildung, mehr Wohlstand, Möglichkeiten und Freiheit werden die Menschen nicht glücklicher. Wenn ich durch die Strassen gehe sehe ich nur die Kinder lachen. Alle anderen schauen oft sehr unglücklich. Müssen wir wirklich unglücklich sein ? Haben wir nicht genug ? Geht es uns wirklich schlecht ?

Meiner Ansicht nach denken wir zuviel darüber nach was wir nicht haben, anstatt uns klar zu machen was wir alles haben. Icseinh muss mir da auch oft an die Nase fassen. Aber mir ist es bewusst, und wenn ich mich in einem solchen Moment erwische denke ich daran was ich habe und wie gut es mir geht.

Schicksalsschläge, die man erleidet oder mitbekommt, bringen einen auch immer wieder an den Punkt zu sehen, was man alles hat und was man eigentlich braucht. Dies sind dann die kurzen Momente in denen man mit den wesentlichen Dingen zufrieden ist.

Aber schon nach kurzer Zeit ist man wieder im alten Trott gefangen und will mehr, mehr, mehr … Weiterlesen

Mutter …

Nein, ich werde keine Abhandlung darüber schreiben, wie toll das Leben mit Kindern ist und wie glücklich sich jede Mutter jeden Tag mit ihren Kindern fühlt.
Dennoch eine kurze Einleitung, bevor ich mit dem eigentlichen Thema beginne. Seit dem 15. Sept. 2004 bin ich Mutter und seit dem 10. Juni 2008 zweifache Mutter. Meine beiden Töchter sind neben dem Abi, dem FH-Studium, der Hochzeit mit meinem Mann, das bisher beste was ich in meinem Leben zustande gebracht habe.

Neulich habe ich nach ewig langer Zeit beschlossen, endlich wieder meine Inlineskater aus dem Keller zu holen und den Frühling zu begrüßen. Nach einem langen Tag mit zwei Kindern, das Highlight des Abends. Meine Mann meinte dann kurz vor dem Start „Setz einen Helm auf.“ Ich schaute ihn verwundert an, ob er das jetzt ernst meinte? Der Kommentar von ihm: „Als zweifache Mutter ist es verantwortungslos ohne Helm zu fahren.“ – Dieser Satz bewegt mich nun seit diesem Abend und ich muss darüber nachdenken, ob ich eine verantwortungslose Mutter bin. Eine Rabenmutter, die schon nach einem Jahr Babypause wieder arbeiten geht, bin ich sowieso schon. Ich bin ohne Helm gefahren, zur Sicherheit habe ich die Schützer angelegt und das Handy eingesteckt. Richtig entspannt rollen konnte ich dennoch nicht, obwohl ich seit über zehn Jahren ohne einen einzigen Sturz mit den Inlinern unterwegs bin. Weiterlesen