Glück(lich)?

glueck

Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst. – Dale Carnegie –

„Jeder ist seines Glückes Schmied“ – Ist dies nicht nur eine Verlockung und ein Versprechen, sondern auch eine zermürbende Pflicht? Diese Frage habe ich neulich in einem Zeitungsartikel gelesen und finde, sie ist es wert einige Minuten länger darüber nachzudenken.

Dass jeder sein Glück selbst in die Hand nehmen kann, zeigen uns viele Beispiele. Täglich lesen wir Berichte über Menschen, die sich hochgearbeitet haben, die sich den Traum vom Auswandern oder der Weltumsegelung erfüllen. Die ihr Glück suchten und fanden, sei es im Job oder im Privaten. Aber ist man auch verpflichtet sein Glück zu finden? In der heutigen Zeit traut man sich fast gar nicht offen darüber zu sprechen, wie schwer es bei der Auswahl aller Möglichkeiten ist, das perfekte Leben zu leben. Wenn es dies überhaupt gibt. Dann stellt sich auch jeder etwas anderes unter seinem Lebensglück vor. Der eine findet die Karriere das Wichtigste, der andere seine Kinder, der dritte sein kleines Gartenglück.

Der Anspruch glücklich sein zu müssen, kann auf der anderen Seite sehr belastend sein. Ständig ist man auf der Suche nach der Erfüllung und verliert sich dabei im Hinterher-Hetzen nach dem großen Glück. Diese ständige Unzufriedenheit zermürbt einen auf Dauer und ich finde sie schränkt die Lebensqualität erheblich ein. Jetzt bin ich nicht der Meinung, dass man sich neue Aufgaben und Ziele vornehmen sollte. Aber das angeblich perfekte Leben erreichen nur die Wenigsten oder diejenigen, die irgendwann zu der Erkenntnis kommen, „Das Erreichte ist mein Glück“.
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Preis …

Ein altes Sprichwort besagt das alles seinen Preis hat. Sind wir uns dessen wirklich bewusst ?preis
Bei materiellen Dingen, ob kleinen oder grossen, können wir durch Übung und lange Erfahrung sofort den Preis in Relation zum Nutzen setzen. Sicher, hier liegen wir gelegentlich auch daneben.
Aber wie ist es bei nichtmateriellen Dingen ? Bei Entscheidungen im Beruf, Karriere, Familie oder Ehe. Auch hier sind Preise zu entrichten. Preise, die uns meist nicht sofort bewusst werden. Man kann nicht einfach zur Kasse gehen und bezahlen und weiss somit was die Sache wert ist. Die meisten Menschen machen sich den Preis oft zu spät oder nie bewusst.
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Erinnerungen …

20 Jahre Mauerfall werden am 09. November gefeiert. Ein guter Grund anzustoßen auf das Glück, welches mir und vielen anderen dieser Tag für die weitere Zukunft brachte. Nicht mehr DDR-Bürger sein zu müssen und alle Chancen der Welt zuhaben war mir als damals fast 15-Jähriger Teenager noch nicht gleich klar. Am Anfang herrschte erst einmal ein Gefühlschaos zwischen Freude und Angst. Die Eltern mit Schwester reisten schon einen Tag später in den „goldenen Westen“ um unsere Verwandten zu besuchen. Ich musste ins Krankenhaus, weil eine Entzündung am Auge behandelt werden sollte. Klar war mir nicht, dass die vielleicht nicht wiederkommen, im Falle der erneuten Grenzschließung. Auch in der Schule ging es dann seltsam weiter. Die Lehrer mussten sich neu orientieren und den Unterricht „nichtsozialistisch“ umstrukturieren. erinnerungen
Jetzt bin ich schon einige Jahre länger Bundesbürger als DDR-Bürger und eigentlich nur noch am sächsischen Dialekt meiner Heimat zuzuordnen. Wenn ich mir manchmal vorstelle, wie es weiter gegangen wäre ohne Mauerfall. Welche herrlichen Länder und Städte ich wahrscheinlich nie gesehen hätte und welche berufliche Zukunft mich in diesem Staat erwartete. Meine Eltern hatten das Pech in einem System aufzuwachsen und leben zu müssen, dass zwar auf der einen Seite positive Dinge hervorbrachte, sie aber auf der anderen Seite privat enorm einschränkte. Weiterlesen

Helfen …

helfenFrauen wird ja bekanntlich oft das Helfersyndrom nachgesagt. Darum möchte ich mich heute etwas genauer mit den Thema befassen. Schon als Teenager beschäftigte ich mich mit dem Problem, warum es auf der Welt eine derartige Ungerechtigkeit geben muss und wie man als Einzelperson solche Missstände lösen kann. Viel bewegte mich immer der Hunger in der Dritten Welt. Für mich bis heute unerklärlich, dass trotz allem Hightech und des großen Fortschritts jeden Tag ca. 25.000 Kinder an den Folgen von Hunger sterben müssen. Am 19. Juni 2009 berichtete die BBC, dass nun offiziell eine Milliarde Menschen hungern. Das ist etwa jeder sechste Mensch auf der Erde. Jedes Jahr sterben etwa 8,8 Millionen Menschen, hauptsächlich Kinder, an Hunger, was einem Todesfall alle 3 Sekunden entspricht (Stand 2007). Nur einige Zahlen, bei Wikipedia und allen Hilfsorganisationen findet man ausführliche Fakten und Daten zum Thema Welthunger. Mir ist klar, dass einer allein diesem Thema machtlos gegenüber steht. Selbst Deutschland allein kann nur gewisse Hilfen leisten. Aber was kann jeder einzelne dennoch tun? Oft höre ich von Bekannten und Familienangehörigen, dass Spenden nichts bringen würde, da diese Gelder nur im Verwaltungsapparat verschwinden und nicht bei den Bedürftigen ankommen. Mag sein, dass ein Teil der Gelder für Logistik und Personal verwendet werden muss, aber ohne diese Personen und Organisationen würde gar nichts in den betroffenen Gebieten ankommen.
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