Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast; es hängt nur davon ab, was du denkst. – Dale Carnegie –
„Jeder ist seines Glückes Schmied“ – Ist dies nicht nur eine Verlockung und ein Versprechen, sondern auch eine zermürbende Pflicht? Diese Frage habe ich neulich in einem Zeitungsartikel gelesen und finde, sie ist es wert einige Minuten länger darüber nachzudenken.
Dass jeder sein Glück selbst in die Hand nehmen kann, zeigen uns viele Beispiele. Täglich lesen wir Berichte über Menschen, die sich hochgearbeitet haben, die sich den Traum vom Auswandern oder der Weltumsegelung erfüllen. Die ihr Glück suchten und fanden, sei es im Job oder im Privaten. Aber ist man auch verpflichtet sein Glück zu finden? In der heutigen Zeit traut man sich fast gar nicht offen darüber zu sprechen, wie schwer es bei der Auswahl aller Möglichkeiten ist, das perfekte Leben zu leben. Wenn es dies überhaupt gibt. Dann stellt sich auch jeder etwas anderes unter seinem Lebensglück vor. Der eine findet die Karriere das Wichtigste, der andere seine Kinder, der dritte sein kleines Gartenglück.
Der Anspruch glücklich sein zu müssen, kann auf der anderen Seite sehr belastend sein. Ständig ist man auf der Suche nach der Erfüllung und verliert sich dabei im Hinterher-Hetzen nach dem großen Glück. Diese ständige Unzufriedenheit zermürbt einen auf Dauer und ich finde sie schränkt die Lebensqualität erheblich ein. Jetzt bin ich nicht der Meinung, dass man sich neue Aufgaben und Ziele vornehmen sollte. Aber das angeblich perfekte Leben erreichen nur die Wenigsten oder diejenigen, die irgendwann zu der Erkenntnis kommen, „Das Erreichte ist mein Glück“.
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Frauen wird ja bekanntlich oft das Helfersyndrom nachgesagt. Darum möchte ich mich heute etwas genauer mit den Thema befassen. Schon als Teenager beschäftigte ich mich mit dem Problem, warum es auf der Welt eine derartige Ungerechtigkeit geben muss und wie man als Einzelperson solche Missstände lösen kann. Viel bewegte mich immer der Hunger in der Dritten Welt. Für mich bis heute unerklärlich, dass trotz allem Hightech und des großen Fortschritts jeden Tag ca. 25.000 Kinder an den Folgen von Hunger sterben müssen. Am 19. Juni 2009 berichtete die BBC, dass nun offiziell eine Milliarde Menschen hungern. Das ist etwa jeder sechste Mensch auf der Erde. Jedes Jahr sterben etwa 8,8 Millionen Menschen, hauptsächlich Kinder, an Hunger, was einem Todesfall alle 3 Sekunden entspricht (Stand 2007). Nur einige Zahlen, bei Wikipedia und allen Hilfsorganisationen findet man ausführliche Fakten und Daten zum Thema Welthunger. Mir ist klar, dass einer allein diesem Thema machtlos gegenüber steht. Selbst Deutschland allein kann nur gewisse Hilfen leisten. Aber was kann jeder einzelne dennoch tun? Oft höre ich von Bekannten und Familienangehörigen, dass Spenden nichts bringen würde, da diese Gelder nur im Verwaltungsapparat verschwinden und nicht bei den Bedürftigen ankommen. Mag sein, dass ein Teil der Gelder für Logistik und Personal verwendet werden muss, aber ohne diese Personen und Organisationen würde gar nichts in den betroffenen Gebieten ankommen.