Das Volk braucht Bildung, daher gibt es schon seit 1844 die Volkshochschulen in Deutschland. Auch ich habe dort schon Kurse besucht, gerade zum Thema Fotografie konnte ich dort einiges lernen und bin dankbar, das es diese Möglichkeit der Fortbildung gibt. Demnächst stehe ich nun selbst vor den Lernwilligen und werde mein Bestes geben zum Thema Fotografieren mit dem Smartphone. Ich bin gespannt, wer sich für das Thema interessiert. Auf alle Fälle freue ich mich auf diesen Tag und die auf die Ergebnisse, die dort entstehen.
Ein paar Anregungen, die in den letzten Tagen mit meinem Smartphone entstanden sind:
Schwindelig wird es einem ganz gerne in einer Schiffsschaukel.Bei Gegenlicht sieht man jeden Wassertropfen.Beine bis zum Himmel – wer hätte die nicht gerne.Kopfüber im SonnenlichtSchatten & Licht zaubern Motive
Vor ein paar Tagen habe ich dieses Zitat entdeckt:
Wo kämen wir hin,
wenn jeder sagte,
wo kämen wir hin und keiner ginge,
um zu sehen,
wohin wir kämen,
wenn wir gingen.
– Kurt Marti
Gefunden hatte ich es auf der Webseite eines jungen Paares, das sich momentan auf einer Weltreise befindet und darüber einen kleinen aber feinen Blog schreibt, wer mitlesen möchte: http://weitumdiewelt.de/ kann das hier tun.
Einmal wieder bin ich fasziniert von Menschen, die große Abenteuer wagen, jeder auf ganz eigene Weise. Diese beiden sind bisher quasi nur per Anhalter durch die Welt gezogen und haben versucht mit 5 € pro Tag und Person auszukommen. Mit Begeisterung habe ich auch das Buch von Meike Winnemuth „Das große Los“ verschlungen, die darin über ihre 1jährige Weltreise berichtet und gerade in den Kapiteln über Indien und China mir quasi aus der Seele geschrieben hat. Bei beiden Projekten waren die Leute ohne Kinder unterwegs, was die Sache natürlich vereinfacht, besonders wenn die Kinder schulpflichtig sind. Das Pärchen aus Freiburg hat nun allerdings Nachwuchs bekommen und ich bin gespannt, wie lange die Reise mit Kind noch dauern wird.
Zurück in die Heimat und den Wurzeln zieht es momentan die Schauspielerin Natalia Wörner, die ein spannendes Buch zum Thema geschrieben hat. „Heimatlust“ vereint ganz persönliche Erlebnisse mit der Geschichte Stuttgarts und Baden-Württembergs, ihrer Heimat, die sie schon zeitig aus beruflichen Gründen verlassen hatte. Bei einer Gesprächsrunde im Alten Schloss in Stuttgart konnte ich ihren Erlebnissen lauschen und merkte einmal mehr, das nicht nur für mich das Thema Heimat & Fernweh eine wichtige Rolle spielt. Auf ihre neuen Projekte werde ich sicher ein Auge werfen.
Ich habe schon sehr viele Reisen unternommen und das ständige Fernweh kann teilweise richtig nerven, zumal es immer davon ablenkt, den Blick in die nähere Umgebung zu richten. Auch wenn das Meer zum Beispiel nicht gleich um die Ecke liegt und diese Grundsehnsucht nach Strand und Wasser immer mitschwingt, ein Meer aus weichen Gerstenhalmen im Sonnenuntergangslicht kann ein bisschen darüber hinweg trösten.
Mir ist auch aufgefallen, das Reisende oder Menschen, die momentan fern der Heimat wohnen, doch immer gern wieder zurück kommen und es genießen die alte Heimat zu spüren. Die Wurzeln bleiben also bestehen, egal wie lange man unterwegs ist oder wie weit entfernt. Heimatweh vielleicht? Ich kann meine eigene Heimat gar nicht so richtig definieren. Nach gut 24 Jahren hatte ich damals die Heimat verlassen, um hier im Süden Deutschlands vielleicht eine neue zu finden. Die Zeit im Ausland entfernte mich wieder nicht nur körperlich von dieser „neuen Heimat“. Seit einem Jahr zurück in der alten-neuen Heimat entdecke ich bisher unbekannte aber auch vertraute schöne Seiten der Umgebung. Es ist eine Gradwanderung der Gefühle, die einen immer wieder wegzieht und wiederkommen lässt. Das Weggehen hat nicht nur neue Freunde und Erlebnisse in mein Leben gespült, es hat das Zurückkommen in ein anderes Licht gerückt. Ich bin dankbar so viele Seiten der nicht mehr fremden Welt erlebt zu haben und gleichzeitig dankbar für mich nicht festlegen zu müssen, was und wo Heimat für mich ist. Vielleicht brauche ich dafür noch einige Zeit des Weggehens und Ankommens.
Wikipedia: Der Begriff Heimat verweist zumeist auf eine Beziehung zwischen Mensch und Raum. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird er auf den Ort angewendet, in den ein Mensch hineingeboren wird und in dem die frühesten Sozialisationserlebnisse stattfinden, die zunächst Identität, Charakter, Mentalität, Einstellungen und Weltauffassungen prägen.
Für mich ergänzen sich Heimat (egal ob dort wo man geboren wurde, oder später seinen Lebensmittelpunkt wählt) und Fernweh sehr gut. Viele Menschen verlassen ihre Heimat, sehr viele nicht unbedingt freiwillig und sicher nicht aus dem Antrieb Fernweh. Wer einmal Fremder in einem Land war, kann gut nachvollziehen, wie sich diese Menschen fühlen, wenn sie ihre Heimat vermissen. Vielleicht wäre es daher gut, wenn alle einen Funken Fernweh hätten und diesem nachgehen. Wo kämen wir sonst hin?
Heute daher ein paar Bilder aus der „neuen alten“ Heimat:
Historie gespiegeltZauber des Sommers – LavendelEingemauert?WaghäusleZaungästeWer das Gras wachsen hört.FeldblumenAuch Mais hat seinen Reiz.SommerwieseFensterplatz bitteBlütenzauber
Blick auf den DOM – vom WC der Bar im Heaven’s Nest
Ziemlich weit in den Norden trieb es mich am vergangenen Wochenende, zusammen mit meiner Freundin Birgit hatte ich mich zur Teilnahme an einem Fotokurs qualifiziert. Martin Foddanu (http://lüttefreiheit.de/) lockte uns mit dem Workshop zum Thema Reisefotografie in die schöne Stadt an der Elbe. Seit 10 Jahren durfte ich nun endlich einmal wieder durch Hamburg streifen und mich ganz auf das Fotografieren konzentrieren, denn dank ortskundiger Freundin musste ich noch nicht einmal im Stadtplan suchen oder mit elektronischer Karte navigieren. Das machte die Sache erheblich einfacher und wir konnten den Fototag richtig genießen.
Morgens in der Speicherstadt – noch ist es ruhig.
Jeder Teilnehmer sollte sich ein Thema zu seiner Fotoreportage aussuchen, die dann aus insgesamt 10 Fotos bestehen sollte. Ich hatte mir schon im Vorfeld ein paar Gedanken gemacht. Hamburg verbinden viele mit Wasser, aber es gibt auch andere interessante Bereiche. Von Martin kamen weitere Vorschläge zum Thema, wie z.B. Auf den Zeiten Blick, Hamburger Brücken, Kleine Dinge, usw. Mein Thema war Glas, was viele Möglichkeiten bieten sollte. Allein in der neuen Hafencity hätte ich wahrscheinlich den ganzen Tag zu diesem Thema Motive einfangen können. In Zweiergruppen (wir machten daraus eine lustige 4er Gruppe) zogen wir los, um uns nach gut 2 Stunden mit allen Teilnehmern zum gemeinsamen Mittagessen zu treffen. Einige bestellten Labskaus und das obwohl wir in einem Bayrischen Restaurant saßen, der gar nicht so eigenartig schmeckt wie er aussieht.
Alles Käse – vielleicht wirkt der sogar.
Sehr interessant fand ich unseren gemeinsamen Fußweg durch den alten Elbtunnel auf die andere Seite. Dieser ist wohl am Wochenende nur für Fußgänger und Radfahrer geöffnet und ein echtes Erlebnis. Den Blick auf die Stadtkulisse mit der Elbe im Vordergrund sollte man sich nicht entgehen lassen.
Abstieg unter die Elbe – der alte Elbtunnel fasziniert
Am zweiten Tage hieß es nach einem gemeinsamen Frühstück in einem der hippen Cafés der Stadt (http://osterdeich.net/) folgte die Präsentation der Reportagen. Jeder hatte eine andere Sicht auf die Stadt geworfen und selbst die Einheimischen waren erstaunt, was sie bisher nicht entdeckt hatten. Hamburg ist fototechnisch auf alle Fälle eine Reise wert und ich werde sicher keine 10 Jahre mehr warten für einen nächsten Besuch dort. Meine komplette Auswahl Hamburg – Made Of Glass ist hier zu sehen:
Geht auch, wie ich bei zwei kleinen Ausflügen in die schwäbischen Landeshauptstadt feststellen konnte. Natürlich ist es bei weitem nicht so spannend, wie in New York, Beijing oder Bangalore, aber Stuttgart hat andere Reize und ich werde zukünftig öfters dort mit der Kamera umherstreifen. Die Königstraße mit ihren Seitenstraßen mag auch nicht repräsentativ sein, schließlich gibt es noch genügend andere Viertel in der Stadt, die auf meine Erkundung warten. Auch der Kontakt zu einem gleichgesinnten Fotografen (http://www.jensfranke.photography/) inspiriert mich mit dem Thema Straßenfotografie in Stuttgart auseinander zu setzen. Hier ein paar erste Eindrücke meiner Sicht auf die Straßen:
Und ich sage New YorkBesser als FernsehenFirst ClassEin schneller SnackSchöne neue Welt