















Diesmal lasse ich nur meine Bilder sprechen. Goa ist bunt und immer wieder überraschend. Fahrt einfach einmal selbst hin.
















Diesmal lasse ich nur meine Bilder sprechen. Goa ist bunt und immer wieder überraschend. Fahrt einfach einmal selbst hin.
Jedes Jahr im Dezember habe ich Geburtstag. Ausgerechnet in der hektischen Vorweihnachtszeit und dann auch noch am Nikolaustag. So richtig feiern kann man dann eigentlich nicht mehr, denn die Kinder stehen an diesem Tag im Mittelpunkt. Darüber Nachsinnen, das wieder ein Jahr verflogen ist, schaffe ich aber meistens. Ich habe kein „großes“ Problem damit, älter zu werden, ein kleines vielleicht schon manchmal. Liegt möglicherweise daran, dass man als Frau heutzutage gern jung bleiben möchte. Nicht mal nur dem Aussehen wegen (eigentlich aber doch) sondern weil man sich irgendwie so schnell von seiner Jugend entfernt hat. Neulich habe ich zusammen mit meiner Tochter gemeinsam ein Lied gesungen, was eindeutig „Erwachsenenmusik“ ist. Da merkt man gleich wie schnell die eigenen Kinder groß werden. Und das man selbst keins mehr ist.
Dabei ist es ja richtig toll endlich erwachsen zu sein, denn da lassen sich die meisten Wünsche verwirklichen und das Leben nach seinem Geschmack gestalten.
Man sollte das Leben ja immer genau in dem gegenwärtigen Moment genießen, im dem man sich gerade befindet. Ein bisschen sentimental werde ich dennoch jedes Jahr, wenn wieder eine neue Runde Lebensalter eingeläutet wird. Jetzt bin ich bereits so alt, wie ich es mir als Kind nie vorstellen konnte. Als meine Mutter 30 geworden ist, war das für mich unvorstellbar. Jetzt wartet schon die 40 auf mich. Aber was soll`s, ich werde nicht jammern, sondern auf einen großen Wunsch sparen, den ich mir dann erfüllen möchte. Eine Reise nach New York muss einfach noch einmal sein oder die Ballonfahrt. Wir werden sehen. Und die Feier meines Geburtstages verlege ich auch gern mal in den Sommer, das umgekehrte Datum verspricht dann meistens warmes Wetter, eindeutig besser für eine Grillparty mit Freunden.
Sandra
Letztends wollte ich in unserer Wohnung die Kisten, Kartons, Körbe und Behälter, die wir zur Aufbewahrung aller möglichen Dinge nutzen, zählen. Beim dritten Zimmer habe ich aufgehört, ich bin ein Kistenfreak. Aber warum? Was lässt mich diese Sachen in den Kisten verstauen? Da gibt es eine für die Hausschuhe der Kinder, für Mützen, für Tücher, für Ohrringe, für Zeitungen, für DVD`s, für Bastelsachen, für Lätzchen, für Spielzeug …. Es scheint ein unbändiger Drang zu sein, möglichst viele Dinge im Leben zu ordnen und zu sortieren. Vorausgesetzt natürlich einer räumt sie immer richtig ein. Der dann meistens ich bin. Dafür fahre ich mindestens einmal im Jahr zu IKEA und decke mich mit neuen Kisten und Behältern ein. Macht ja auch Spaß, wenn dann alles wieder ordentlich verstaut werden kann.
Ich habe mal gehört, dass Leute, deren Leben ungeordnet ist, alles im Haushalt ordnen müssen. Aber mein Leben ist eigentlich nicht ungeordnet, finde ich jedenfalls. Es muss also mindestens noch einen weiteren Grund geben. Vielleicht macht es einfach auch nur die Suche leichter, wenn alles eine Kiste hat. Mit Kindern ist man einfach ständig auf der Suche nach Dingen. Wo sind die Schuhe, wo ist die Mütze, wer hat die Schere verlegt? Da kann es einem wirklich das Leben erleichtern, wenn die Sachen in der passenden Kiste zu finden sind. Darum werden auch schon die Kinder zu Kistenfreaks erzogen und haben im Kinderzimmer Unmengen davon: für Lego, Playmobil, Stifte, Murmeln, Plüschtiere, Sticker usw. Ich hoffe es schadet nicht, meistens kann mit Hilfe der Kisten schnell wieder eine gewisse Ordnung hergestellt werden. Und am Besten sind natürlich die Schatz- und Geheimkisten. Diese wechseln so alle halbe Jahr, weil immer eine neue Kiste ins Haus kommt, die sich dafür noch besser eignet.
Mit den Listen ist es ähnlich. Ich liebe Listen und habe ständig welche zu schreiben und in Gebrauch: Einkaufslisten, Wunschlisten, To-Do-Listen, Packlisten für Reisen, Namenslisten für schwangere Freundinnen usw. Mittlerweile werden diese dank moderner technischer Geräte nicht immer nur in Papierform erstellt. Denn diese sind gelegentlich verschwunden. Auch hier ist wohl die Tendenz eine Gewisse Ordnung in Gedanken und Aufgaben zu Bringen der Grund für die Listensammlung. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich einfach besser schlafen kann, wenn ich alle Dinge vorher aufgeschrieben habe, die ich nicht vergessen will. Super Tipp: Schmierzettel und Stift ans Bett legen, dann kann man vor dem Einschlafen noch Notizen machen und hat die Dinge aus dem Kopf. Auch ein kleines Notizbuch in der Handtasche begleitet mich schon seit gut zwei Jahren und da schreibe ich alles Mögliche rein. Irgendwann später fällt einem dann wieder ein, wie hieß die Webseite noch gleich? Gut zu wissen, dass es im Notizbuch steht. Mit den meisten Listen habe ich auch kein Problem, die Einkaufsliste fürs Wochenende wird sowieso jede Woche aktualisiert, die Wunschliste für Weihnachtsgeschenke ist praktisch, dann hat man Ideen, wenn alle vorher fragen. Nur die To-Do-Liste nervt gelegentlich, weil sie immer länger wird und nie ganz leer ist. Aber vielleicht packe ich es irgendwann, diese Liste einfach abzuschaffen.
Fazit: Ich muss dringend mal wieder zu IKEA neue Kisten kaufen. Eine Liste dafür habe ich schon!
Sandra
Die Filme „Things We Lost In The Fire“ und „Beim Leben meiner Schwester“ inspirierten mich zu diesem Artikel. Darin versuchen die Hauptdarsteller alle auf ihre eigene Weise mit schwierigen Lebenssituationen zu Recht zu kommen und loszulassen.
Loslassen beherrscht unsere Leben ständig und immer wieder. Bespiele dafür sind: Loslassen von Sterbenden, Süchten, Kindern die erwachsen werden, alten Gewohnheiten, Heimat, negativen Erfahrungen, großen Lebensplänen. Dabei denke ich, dass es einen Unterschied zwischen dem Loslassen und der Trennung gibt. Denn Loslassen hat meiner Meinung auch in gewisser Weise mit Festhalten zu tun. Nur wer auch richtig festhalten kann, der versteht es auch irgendwann loszulassen. Beim Loslassen bleiben die Erinnerungen gewollt vorhanden, wogegen man bei einer Trennung diese oft ausblenden möchte.
Der Verlust eines geliebten Menschen stellt einen vor die schwierigste Aufgabe überhaupt. Zu Begreifen, dass es vielleicht nur ein Loslassen ist und die Erinnerungen an diesen Menschen immer bleiben werden, bedarf großer Anstrengung. Meine Erfahrungen zeigen mir, dass es sehr lange dauern kann wirklich loszulassen und mit der Situation des Verlustes fertig zu werden. So dauert der Weg durch die Trauer um einen geliebten Menschen bis zu einem neuen Gleichgewicht bei den meisten zwischen drei und fünf Jahren. Manche schaffen es nie, loszulassen.
Dabei bietet das Loslassen auch eine Chance; das Leben mit anderen Augen zu sehen. Dinge, die einem vorher als unwichtig erschienen sind, erlangen ganz andere Bedeutung. Es zu akzeptieren, dass man an der Situation nichts mehr ändern kann, ist ein erster großer Schritt zum Loslassen. Hat man es geschafft, findet man innere Stärke und Selbstvertrauen.
Ich hatte das Glück, das meine Eltern gut im Loslassen waren. Ob Diskobesuche, Auszug zum Studium oder Verlassen der Heimat, immer habe ich positive Unterstützung dabei erfahren. Insofern konnte ich lernen, dass Loslassen eine angenehme Erfahrung sein kann. Das es zum Leben dazu gehört. In anderen Situationen hat mir dieses positive Erfahren des Loslassens sehr geholfen. Zu wissen, dass man nach Rückschlägen trotzdem wieder ein zufriedenes und positives Leben führen kann, war vielleicht die wichtigste Erkenntnis bisher. Ich hoffe, dass mir diese Erfahrungen später bei meinen Kindern zu Gute kommen und ich sie ihn ihr eigenes Leben ziehen lassen kann.
Sandra