Zurück aus Bangalore

Verkehr
Verkehr

Seit Samstag sind wir zurück aus Bangalore. Eine Woche hatten wir Zeit uns einen kleinen Überbick zu verschaffen, wie unser zukünftiges Leben in der indischen Metropole aussehen wird. Wenn wir auch nicht alles gesehen haben so konnte wenigstens ich zum ersten mal erleben wie eine indische (wenn auch sehr westlich orientierte) Großstadt tickt. Als erstes fällt einem natürlich der mörderische Verkehr auf den Straßen Bangalores auf. Stau an jeder Straßenecke und dazu ein Gehupe von jedem Auto, Moped und jeder Rikscha.

Bei einer Stadtrundfahrt, die das Hotel organisiert hatte, erlebten wir alle Facetten der Stadt. Wir besichtigten das Parlament, einen der vielen botanischen Gärten, einen Tempel und konnten einige Stadtviertel sehen. Es gibt viele Geschäfte und Einkaufsmalls, die auch ausländische Produkte anbieten. An unzähligen kleinen Verkaufsständen bieten die einheimische Bevölkerung ihre Produkte zum Verkauf an.

Die Haus- und Schulsuche haben wir in dieser Woche erledigen können, das hat uns die meiste Zeit und Kraft gekostet. Jetzt sind wir froh etwas gefunden zu haben, wir werde im Norden von Bangalore wohnen und die Kinder werden die www.trioworldschool.com besuchen.

Wir gehen jetzt zuversichtlich in die nächsten Wochen, die hier in Deutschland ebenfalls noch eine Menge Arbeit bedeuten. Im Anschluss einige Eindrücke aus Bangalore.

Botanischer Garten
Botanischer Garten
Aussichtsberg
Aussichtsberg
Straßenszene
Straßenszene
Bangalore von oben
Bangalore von oben
Bull-Tempel
Bull-Tempel
Hochzeitsgäste
Hochzeitsgäste
Rikscha
Rikscha
Obstverkauf
Obstverkauf

Das alte Leben zurück

Karussell

Seit zwei Tagen haben wir unser altes Leben zurück, das ohne Kinder. Die wurden von den Omas mitgenommen und werden dort jetzt liebevoll betreut während unserer Reise nach Indien. Der Abschied fiel wohl beiden Seiten schwer, zwei Wochen sind auch eine lange Zeit. Besonders für die kleine Ella, die noch nie solange von uns getrennt war. Zu Hause ist es seltsam ruhig und schon richtig unheimlich. Wir genießen auf einer Seite, die gemeinsame Zeit zu zweit. Aber zurück in das alte Leben wünschen wir uns nicht mehr. So ganz ohne den Trubel der beiden würden wir nicht mehr leben wollen. Abends schleichen wir durch die Wohnung obwohl keiner mehr im Kinderzimmer liegt. Gewohnheitstiere.

Schön ist es endlich Zeit zum Shoppen, Lesen, Dinge erledigen ohne Unterbrechungen, Ausgehen mit Freunden zu haben. Das werden wir jetzt für die zwei Wochen ausgiebig nutzen, denn sind wir erst einmal in Bangalore werden wir für eine lange Zeit keinen Babysitter haben.
Die Garage wird endlich wieder leerer und die restlichen Sachen wurden verkauft, verschenkt oder werden eingelagert. Auch in der Wohnung fehlen seit dem Pfingstwochenende Möbelstücke. Die Wickelkommode und das Kinderbett von Ella wollte sie eigentlich nicht hergeben. Aber nach Indien sind beide für sie nicht mehr zu gebrauchen.
Diese Woche beschäftigen wir unseren Postboten noch einmal ordentlich. Einige wichtige Bestellungen kommen an, wie z.B. ein neuer Koffer, Medikamente, ein Batteriegriff für die Kamera, Werkzeug, Fotokissen für die Mädels. Nach unserer Reise wissen wir hoffentlich mehr, was wir noch alles in Deutschland besorgen sollten. Am Freitag geht es ab Frankfurt mit Lufthansa direkt nach Bangalore. Mehr als 8 h Flug liegen vor uns bevor wir unsere neue Heimat gemeinsam erkunden werden.

Einen Monat ohne …

opel

… nein, nicht das was die meisten jetzt denken. Einen Monat ohne Auto! Das haben wir nämlich am Freitag letzte Woche verkauft. Da hieß es Abschied nehmen von unserem blauen Blitz. Ein kleiner Trost bleibt uns, der Wagen geht zurück in seine Heimat und an einen echten Opelfan. Danke Kai, wir wissen ihn ab jetzt in guten Händen.

Jetzt heißt es laufen oder das Rad nehmen. Ein komisches Gefühl ist das schon, der Radius ist deutlich eingeschränkt und im Notfall muss ich wohl ein Taxi rufen. Da wir aber schon immer viel mit dem Fahrrad unterwegs sind, wird es kein Problem sein, die meisten Wege auf diese Weise zu erledigen.

Jetzt ist es noch knapp eine Woche bis zu unserer ersten gemeinsamen Reise nach Bangalore. Die Anspannung steigt und ich werde etwas nervös. Steffen hat glaube ich auch etwas Angst, hauptsächlich vor meinen Reaktionen. Ich werde mich bemühen die Situation mit Fassung zu tragen und die ersten Eindrücke erst einmal wirken zu lassen. Ich hoffe nur, dass wir ein nettes Zuhause dort finden. Auch die Kinder merken die Anspannung und sind selbst nervöser als sonst. Die Omas werden beide am Pfingstmontag mitnehmen und dann sehen wir sie erst nach unserer Reise wieder.

Die ersten Zusagen zu unserem Abschiedsfest treffen endlich ein. Wir dachten schon, dass wir allein feiern müssen. Es wäre doch schön, wenn wir uns von allen Freunden und Bekannten noch einmal richtig verabschieden könnten. Der Raum ist jedenfalls gemietet und die Verpflegung gesichert.

Sandra

Garagenflohmarkt – Bericht

Garagenflohmarkt
Garagenflohmarkt

Letzten Samstag ist unser Garagenflohmarkt erfolgreich über die Bühne gegangen. Es wurden einige Dinge verkauft und wir verbrachten den ganzen Tag vor der Garage bei schönem Wetter. Leider ließ der große Besucheransturm auf sich warten aber hatte ich es etwas anderes in Altdorf erwartet? Selbst die Nachbarschaft schien unsere Aktion völlig zu ignorieren. Lediglich drei unmittelbare Nachbarn schauten bei uns vorbei. Dafür lief es mit den anderen Einkäufern richtig gut, die gekommen waren, kauften dann immer gleich mehrere Sachen. Ein paar lustige Begebenheiten blieben nicht aus. Eine ältere Damen erwarb einen pinken Kinder-Toilettensitz von uns und trug diesen dann in ihrer Handtasche nach Hause. In einem der verkauften Bücher fanden wir glücklicherweise noch vor dem Besitzerwechsel alte Fotografien. Wer erkennt Steffen auf dieser historischen Aufnahme aus dem Jahr 1987? Einen kleinen Tipp kann ich geben; er trägt kein Pionierhemd.

FDJ

Die Zeit verging dann doch recht schnell, was wohl auch an dem vielen Sekt lag, den es ab 10 € Kaufumsatz gratis gab und ich mit allen Freundinnen auf unseren Umzug nach Indien anstoßen sollte. Insgesamt war es eine lustige Erfahrung. Hier in Baden-Württemberg ist der Garagenflohmarkt nicht sehr populär, schade eigentlich, denn bei richtiger Planung und Organisation könnte man in einem Wohnviertel wie unserem, sicher ein kleines Event daraus machen. Auch unsere Mädels hatten Spaß und versuchten einige Kleinigkeiten aus dem reich gefüllten Kinderzimmer zu verkaufen. Immerhin hat sich Charlotte damit 10 € Taschengeld verdient. Die restlichen Sachen stehen jetzt bei Ebay zum Verkauf. Einige der Teile müssen wir wohl verschenken, entsorgen oder doch einlagern.

Sandra