Zuhören …

Wir machen es täglich und hören oft den Vorwurf es nicht richtig zu können.

Das Zuhören.

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Viele glauben das man unter dem Zuhören das akustische Wahrnehmen des Gesagten versteht. Aber es ist viel mehr. Es geht darum beim Hören zu verstehen was mein Gegenüber wirklich sagt und meint. Dabei besteht das Gesagte aus mehreren Komponenten wie auch schon Schulz von Thun mit seinem Kommunikationsquadrat beschrieb. Darauf will ich aber nicht weiter eingehen.

Jeder von uns weiss das das Gesagte beim Zuhörer ganz anders ankommen kann. Das hängt meiner Meinung nach aber auch stark damit zusammen wie man zuhört. Dabei gehört zum Zuhören mehr als nur die Sprache. Der Gesichtsausdruck und die Körpersprache haben einen sehr grossen Anteil an der Kommunikation. Jeder weiss das eigentlich, aber achtet nicht darauf. Wie wichtig diese non-verbalen Aspekte in einem Gespräch sind merkt man bei einem Telefonat. Dabei kann man eben nur den verbalen Teil der Nachricht hören, was manchmal zu Missverständnissen führt.

Für diese non-verbalen Teile der Kommunikation sind die Menschen verschieden empfindlich. Es gibt Zuhörer die sehr stark darauf reagieren und andere, welche diese komplett übersehen. Seine eigenen non-verbalen Komponenten kann man gut in einer Videoaufzeichnung sehen. Es ist wertvoll dies einmal zu tun. Es geht nicht darum diese non-verbalen Komponenten zu unterlassen, sondern Sie zu sehen und zu verstehen. Auch ein Feedback von Gesprächspartnern kann hilfreich sein, wenn man wissen will wie diese non-verbalen Aspekte wirken. Selbst fallen einem diese meist nicht auf.

Ein weiteres Verhalten beim Zuhören ist der Fakt das wir uns während des Zuhörens bereits eine Antwort auf das Gesagte zurechtlegen. Und das während der andere noch spricht. Hören wir dann eigentlich noch zu ?
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Fernsehen …

fernsehen
19:40 Uhr RTL Gute Zeiten, schlechte Zeiten
20:15 Uhr Pro 7 Giulia Siegel testet Beachboy-Qualitäten
20:15 Uhr ZDF Kommissar Rex
20:15 Uhr VOX American Pie: Die nächste Generation
20:15 Uhr Kabel Eins Die strengsten Eltern der Welt
20:15 Uhr Super RTL Das große Upps Zauberspecial
21:10 Uhr RTL II Frauentausch
21:15 Uhr Pro 7 Sonya Kraus „Die spektakulärsten Promihochzeiten“
22:15 Uhr RTL Anwälte der Toten
23:10 Uhr RTL II Das Sexleben der Luxusladies
23:15 Uhr Pro 7 Neuer Style für die Liebe

Ein ganz normaler Donnerstagabend im Juli. Das Fernsehprogramm ist ein kleiner Ausschnitt dessen was tagtäglich in der Flimmerkiste zu sehen ist und wahrscheinlich sogar von Millionen Menschen angeschaut wird. Der reinste Wahnsinn und wenn man will kann man sich diese und viele sinnlose Filme und Sendungen, Dokusoaps, Rate- und Kochshows von morgens bis spät in die Nacht anschauen.
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Meer …

Meer oder Mehr ??meer

Das ist eine gute Frage? Für mich stellt sich diese immer wieder. In der heutigen Zeit ist  das Streben nach Mehr (Geld, Glück, Status, Erfolg, Liebe u.a.) normal geworden. Der Mensch kann gar nicht anders, als immer mehr zu suchen und dem Mehr hinterher zu laufen. Dafür arbeiten wir schließlich, um uns dann mehr kaufen zu können, mehr anerkannt zu werden, mehr Glück zu finden. Selbst in unserer Freizeit suchen wir ständig nach mehr Erlebnissen. Klar das Leben hätte sonst auch keinen allzu grossen Sinn. Und wer hart arbeitet will sich natürlich auch etwas leisten. Besonders in unserer leistungsorientierten Welt können wir uns diesem Druck gar nicht entziehen. Wir streben jeden Tag danach. Das spornt uns an und wir finden manchmal auch Glücksmomente dabei. Meistens halten diese jedoch nicht lange an. Kaum hat man sich etwas neues geleistet, strebt man schon nach dem nächsten. Der Urlaub ist noch nicht lange her, da wird schon die nächste Reise geplant.
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Fokus …

Im vorletzten Artikel habe ich die Wichtigkeit von Zielen für das eigene Wohlergehen besprochen. Hat man sich ein solches Ziel oder Ziele gesetzt, so ist es wichtig den Fokus darauf nicht zu verlieren. Sich ein Ziel zu setzen ist für Einige von uns noch leicht. Den Ersten oder auch mehrere Schritte zum Ziel zu gehen ebenfalls. Viele geben dabei früher oder später auf dem Weg zum Ziel wieder auf. Ein gutes Beispiel dafür sind die guten Vorsätze im neuen Jahr. Dieses Jahr will ich abnehmen, endlich 10 km am Stück laufen können oder endlich mit Rauchen aufhören. Am Silvesterabend erscheint dies alles machbar und einfach.

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Sind die Weihnachtsferien dann aber vorbei holt uns der Alltag wieder ein und die Ziele sind weg. Warum ist das so ? Gründe dafür können sein:

  • der innere Schweinehund
  • fehlende Motivation
  • zu hoch gesteckte Ziele
  • zu viel auf einmal zu wollen oder zu verändern
  • fehlender Fokus

In der Optik wird der Fokus als der Punkt definiert in welchem sich die achsenparallel einfallenden Strahlen nach der Brechung durch eine Linse oder durch Reflexion an einem Hohlspiegel in einem Punkt schneiden.
Fokus in unserem Sinne ist meiner Meinung nach die Bündelung unserer Kräfte, Zeit, Resourcen und Energie um unser Ziel zu erreichen. Somit passt die Definition der Optik sehr gut auf unser Thema wenn wir uns als die Linse oder Hohlspiegel im übertragenen Sinne in diesem Konstrukt sehen.

Wir selbst sind also dafür verantwortlich um unsere Ziele zu erreichen. Es gibt natürlich immer äussere Einflüsse welche die Zielerreichung verhindern. Allzu oft werden aber genau diese äusseren Faktoren als Ausrede für das Scheitern genutzt. Es lag natürlich am Wetter das ich nicht mein tägliches Trainingsprogramm durchführen konnte.

Wie kann ich nun den Fokus auf meine Ziele halten. Hier einige Beispiele die mir geholfen haben:

  • sich wenige Ziele setzen an diesen aber dran bleiben
  • sich am Anfang nicht zu viel vornehmen
  • kleine Schritte machen
  • Erfolge (auch kleine) auf dem Weg zum Ziel feiern. Den Erfolg mit Anderen teilen
  • Nicht zu streng mit sich selbst sein
  • Ziele zusammen mit Anderen angehen. Die Gruppendynamik nutzen.
  • Seine Ziele offen kommunizieren. Frei nach dem Motto: “Jetzt habe ich es allen erzählt, jetzt muss ich auch dranbleiben.”
  • Ehrlich und kritisch die Ziele immer wieder einer Analyse unterziehen. Ist das Ziel wirklich noch erstrebenswert für mich oder quäle ich mich nur ?
  • Weniger diskutieren und grübeln, sondern machen …

Jeder Weg zu einem Ziel hat seine Höhen und Tiefen und allgemein ist natürlich die Überwindung des inneren Schweinehundes von Zeit zu Zeit die schwerste Probe auf dem Weg zum Ziel. Aber wie schon ein chinesisches Sprichwort sagt: “Der Weg entsteht beim gehen”.

Steffen