Wolken – eine ewige Liebe

Wolkendrama
Drama Baby
Wolkenbildung

Ich bin verrückt nach Wolken, auch wenn ich bisher noch nicht heraus gefunden habe wieso. Ist mir auch egal, sobald ich eine schöne Wolkenformation oder einen beeindruckenden Himmel sehe zücke ich meistens das Smartphone (manchmal dann auch die Kamera) und halte es nach oben. Irgendwie finde ich immer wieder einen Grund, die Wolken abzulichten, die meinen Weg begleiten. Ein Glück wohne ich in Deutschland und der Himmel ist nicht sehr oft wolkenlos. In Indien und China sah das schon anders aus, da waren Wolken am Himmel eher selten. Umso zufriedener bin ich, wenn ich wieder ein schönes Wolkenspiel vor die Linse bekommen habe oder sogar ein Symbol darin entdecke. Herzen sind erstaunlich oft zu beobachten und meiner Ella macht es richtig Spaß Figuren in den Wolken zu finden. Wahrscheinlich war ich als Kind schon von diesem Spiel fasziniert, wie sie jetzt.

Wolken 1
Blick nach oben – immer wieder schön.
Wolken 2
Flauschige Wolkenbälle im Abendlicht
Wolken 3
Flugverkehr verzaubert den Himmel

Stratus

Wenn von dem stillen Wasserspiegel-Plan
Ein Nebel hebt den flachen Teppich an,
Der Mond, dem Wallen des Erscheins vereint,
Als ein Gespenst Gespenster bildend scheint,
Dann sind wir alle, das gestehn wir nur,
Erquickt‘, erfreute Kinder, o Natur!
Dann hebt sichs wohl am Berge, sammelnd breit,
An Streife Streifen, so umdüsterts weit
Die Mittelhöhe, beidem gleich geneigt,
Obs fallend wässert oder luftig steigt.

Cumulus

Und wenn darauf zu höhrer Atmosphäre
Der tüchtige Gehalt berufen wäre,
Steht Wolke hoch, zum herrlichsten geballt,
Verkündet, festgebildet, Machtgewalt,
Und, was ihr fürchtet und auch wohl erlebt,
Wie’s oben drohet, so es unten bebt.

Cirrus

Doch immer höher steigt der edle Drang!
Erlösung ist ein himmlisch leichter Zwang.
Ein Aufgehäuftes, flockig löst sichs auf,
Wie Schäflein tripplend, leicht gekämmt zuhauf.
So fließt zuletzt, was unten leicht entstand,
Dem Vater oben still in Schoß und Hand.

Nimbus

Nun laßt auch niederwärts, durch Erdgewalt
Herabgezogen, was sich hoch geballt,
In Donnerwettern wütend sich ergehn,
Heerscharen gleich entrollen und verwehn! –
Der Erde tätig leidendes Geschick!
Doch mit dem Bilde hebet euren Blick.-
Die Rede geht herab, denn sie beschreibt;
Der Geist will aufwärts, wo er ewig bleibt.

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Wolken 4
Herz im Wolkenwirrwarr
Wolken 5
Panorama Wolken Spektakel
Wolken 6
Ein wenig Blizzard Filter

Ich werde vermutlich nicht aufhören können damit, Wolken zu fotografieren. Bei Facebook bin ich bereits der Gemeinschaft „The Cloud Appreciation Society“ beigetreten und irgendwann werde ich die schönsten meiner Wolkenbilder ausdrucken und eine komplette Wand damit tapezieren. Sieht bestimmt himmlisch aus und bei grauem Wetter setzte ich mich davor und erfreue mich daran. Zuschauer sind herzlich eingeladen.

Wolken 7
Hineinlegen wäre perfekt
Wolken 8
Sonnenaufgang hinter dem Wolkenhorizont

Foto Kunst Inspiration

Bügeleisen
Bügel-Igel

Auch in diesem Monat werde ich von meiner gesetzten Foto-Projekt-Liste abweichen, aus gutem Grund, wie ich finde. Denn was kann einen Fotokünstler besser inspirieren als andere Kunst? Unser kleines Dorf machte sich am vergangenen Sonntag auf, sonst eher unsichtbare Künstler und Künstlerinnen zu präsentieren. Dazu lud man das Publikum zu einem Spaziergang durch den Ort ein und zeigte die Kunstwerke in 12 von vielen anderen Scheunen, die sonst ebenfalls nicht öffentlich zugänglich sind.

Scheune
Kunst trifft Traktor – farblich abgestimmt

Neben Skulpturen und Gemalten gab es auch Schmuck, bedruckte Seidentücher, Installationen, eine Foto-Musik-Diashow und allerlei entzückend gebastelte Dinge (Upcyclingprojekt von alten Aktenordnern, Ketten aus Bierflaschendeckeln, Visitenkartenhalter aus gefalteten Büchern, Mobile aus Notenpapierrollen und vieles mehr). Zwischen all der Kunst boten Livekonzerte und Verköstigung für Kurzweil der Besucher. Die Künstler selbst waren ebenfalls vor Ort, so dass man sich über deren Projekte direkt austauschen konnte.

SW
Installation in Schwarz-Weiß
Foto
Objekt im Bild

Eine Arbeit beinhaltete dann auch das Thema Fotografie. Die blaue Skulptur wurde fotografiert und tauchte als Fotomontagen auf den Bildern in einem ungewöhnliche Kontext wieder auf. Mir hat sich der künstlerische Aspekt irgendwie nicht erschlossen, da sollte ich meinen Foto-Kunst-Horizont wohl erweitern und Ausstellungen dieser Art besuchen. Leider sind diese rar gesät im südlichen Raum.

Papier
Brandursache geklärt, es ist Kunst.
Noten
Beruf: Musiklehrerin, Hobby: Kunst aus Notenblättern

Es zeigte sich, dass es viele kreative Köpfe in unserem 5000 Einwohner-Dorf gibt. Die Scheunen waren ein idealer Kontrast zu den Kunstwerken, teilweise fügten sich die Bilder und Skulpturen perfekt in die ländliche Szene ein oder machten die Wand im Stall zum Hingucker.

Kuhstall
Kunst im Stall – perfekte Inszenierung
Bügel
Recycling-Projekt – Altmetall trifft auf Altholz

Gut zwei Stunden war ich mit Freunden im Ort unterwegs, selbst die Kinder fanden Gefallen an den Objekten und natürlich an den Süßigkeiten, die an jeder Station kostenfrei auslagen. In zwei oder drei Jahren wird es eine neue Auflage geben, vielleicht schließe ich mich dem „Kreis der Kreativen“ dann an und stelle selbst einige Fotoarbeiten aus.

Schirm
Grüner Schirm mit Goldbehang
Jacke
Skeptischer Blick des Herrn in grüner Jacke
Gemälde
Farbentanz vor dem Bürgerhaus

Zitat neben diesem KunstwerK: „Wenn Deutschland in der Karibik liegen würde, wäre vieles einfacher.“ PUNKT

Die Straße lebt

Raucher
Entspannt in der Sonne
Mann mit Schild
Geradeaus
Frau
Chat-Pause
Freitag
TGIF
Spazierstock
Handmade

Mein erster Workshop als Kursleiterin zum Thema „Straßenfotografie“ liegt hinter mir, und was soll ich sagen, es hat mir richtig viel Spaß gemacht. Zehn aufgeschlossene Leute aller Altersgruppen hatten sich zum VHS Kurs in Böblingen angemeldet, es gab an zwei Terminen alles was zum Thema „Fotos auf der Straße machen“ wichtig war. Zwei Praxisteile wurden durch einen größeren Theorieteil am Anfang und einem kleineren am Ende ergänzt.
Den schwierigen Bereich „Recht und Gesetz“ habe ich ganz bewusst ans Ende des Workshops gestellt, da ich schon bei den eingesendeten Arbeitsproben gemerkt haben, dass sich die Teilnehmer verunsichert fühlten, Fotos mit erkennbaren Personen darauf einzuschicken. Die Straßenfotografie in Deutschland liegt meiner Meinung nach momentan am Boden. Nicht nur die Klage gegen einen Fotografen der Agentur Ostkreuz und die erste Entscheidung des Gerichts machen es schwierig sich diesem Bereich der Fotografie zu widmen. Viele Fotografen trauen sich nicht mehr im öffentlichen Raum ungefragt Fotos zu machen, Alltagssituationen festzuhalten, des Leben im Jahr 2016 zu dokumentieren, geschweige denn die Fotos in irgendeiner Form zu veröffentlichen.

Schade, ich finde damit geht ein großes Stück Kultur verloren. Die Fotos verschwinden in privaten Archiven oder auf Webseiten, die nur mit Zugangscode erreichbar sind. Keiner wird Bücher drucken, da die abgebildeten Menschen jederzeit eine Unterlassungsklage einreichen könnten.
Es mag sein, dass ich die kritischen Stimmen (Recht am eigenen Bild) in meiner Meinung ausblende. Ich finde es trotzdem sehr schade, dass meine Kinder keine echten Straßenfotografien aus dem heutigen Deutschland erleben werden, meine Fotos einmal ausgenommen. Viele Menschen schauen sich dennoch gerne Straßenfotografien in Ausstellungen oder im Internet an, sind selbst aber gegen die Aufnahme ihrer eigenen Person (im öffentlichen Raum). Auf der anderen Seite werden unzählige zum Teil auch sehr private Fotos in sozialen Netzwerken von diesen Personen selbst veröffentlicht. Ein für mich unverständlicher Widerspruch.

Meistens bin auch ich im Ausland entspannter, was das Fotografieren auf der Straße angeht. In Deutschland habe ich oft das Gefühl, die Leute sehen mich als Feind an, der intime Details über sie verraten möchte. Sobald jemand die Kamera erblickt, wird ausgewichen, weggeschaut, die Straßenseite gewechselt usw. Ich würde mir mehr Offenheit wünschen, gerne zeige ich meine Fotos direkt auf der Kamera, sende die Dateien per Mail zu, oder würde das Foto auch löschen wenn gewünscht. Keines meiner Fotos landet mit Namen der dargestellten Person(en) und Ortsangabe im Netz, sie bleiben immer anonym.

Macht euch locker! Wir Straßenfotografen gehen nur unserer Passion nach, besondere oder einfach ganz normale Momente des alltäglichen Lebens einzufangen. Den Zauber des Augenblicks, das Lachen oder Ernste in den Augen, die Stimmung der Gesellschaft, Gefühle einer Generation. Meine Teilnehmer haben es verstanden und bereits im ersten Praxisteil viel mutiger fotografiert.

Zeitungen
News
Bahnhof
Daumen hoch
Lichttunnel
Licht am Ende des Tunnels
Handyman
Irrlichter
Gott
Der Beschützer
Afrika
Aus Eritrea
Hunde
Sicherheitssysteme
Mütter
Reich mir deine Hand
Mann
Licht & Schatten
Puppe
Modepuppe
Dame
Rollen fürs Leben
Maultaschen
Einsame Mahlzeit
Einkaufen
Downtown

Projekt Nr. 4 – Back in Beijing

Da macht mir ein Flashback nach Peking einen Strich durch das Projektthema Nr. 4, dann wird es einfach geändert, als freier Mensch darf ich das entscheiden. :-)
Im Vorfeld der kurzen Reise habe ich mir den Kopf zermartert, welches Thema wäre etwas, 5 Tage sind nicht wirklich lang. Zumal ich nicht alleine dorthin gereist bin und ein gut gefülltes Programm bevorstand. Radtour, Kochkurs, Mauerwanderung, Freunde treffen, … was könnte ich fotografisch umsetzen zwischendurch???

Peking fasziniert, erschreckt, begeistert, ermüdet, nach 2 Jahren Landleben in der Megacity einzutauchen strengt von der ersten bis zur letzten Minute an und trotzdem würde ich es immer wieder machen. Erstaunlich viel ist geblieben und erstaunlich viel hat sich verändert. Peking eben! Es wird sich jetzt sogar in der Metro angestellt zum Einsteigen in die Züge. Mein Gemüsemarkt wurde grundrenoviert. Einige neue Gebäude und Metro-Linien sind dazu gekommen. Das Café in unserem Wohngebiet gibt es noch, wurde etwas aufgehübscht. Es spucken viel weniger der Leute auf die Straße. Der Verkehr ist noch chaotischer. Und Luftwerte um die 180 erschreckten mich, bei denen ich damals nicht mal eine Maske getragen habe.

Die Stadt pulsiert, schläft nicht, ist immer in Bewegung. Wieder jede Minute von Menschen umringt zu sein, das hatte mir zwar nicht gefehlt, erstaunt mich aber immer wieder aufs Neue. Peking ohne Chinesen – nicht immer einfach, besonders an Orten, wo ich umzingelt war von Menschentrauben. Einige Aufnahmen habe ich dennoch hinbekommen und ich finde sie zeigen Peking auf eine ganz besondere Art und Weise. Ruhig ohne Hektik, menschenleer und dennoch Großstadtdschungel. Vielleicht komme ich irgendwann wieder in die Stadt und versuche mich dann wieder an den Bewohnern.

Briefkasten
Typischer Briefkasten, gefüllt, Hutong noch bewohnt.
Kekse
Bunt, süß, für alle Feierlichkeiten – Kekse gehen immer in Peking.
Teddys
In der beliebten Einkaufsstraße stehen Plüschtiere hoch im Kurs, ein Kunde scheint gerade auszuwählen.
Imbiss
Dekorativ versteckter Imbiss- spätestens zur Mittagszeit ist hier die Hölle los.
Essen
Die Großstadt ist ständig hungrig, daher werden die Verkaufsstände für Nahrhaftes bereites Morgens überall aufgebaut.
Perlenmarkt
Am Perlenmarkt wird gerade umgebaut, Altes musste weichen, Gebäude und Händler.
Mr. Shi
Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein – Weihnachten ist eben immer.
Kunst
Ist das Kunst oder kann das weg? 798 die Kunstmeile in Peking – immer wieder gut besucht. Teilweise verstauben die Kunstwerke nach kurzer Zeit.
Hochhaus
Wohnen wird immer teurer in der Millionenstadt, da wird jeder qcm genutzt.
Rote Dekorationen sind beliebte Souvenirs - wie auch hier im Jingshan Park, der an den Wochenende voller Touristen ist.
Rote Dekorationen sind beliebte Souvenirs – wie auch hier im Jingshan Park, der an den Wochenende voller Touristen ist.
Werbung
Werbeprospekte in einem Café – leider kann ich diese nicht lesen, aber immerhin die Fotos darin bestaunen.