Gesellschaft ohne Glamour

Auch diesen Artikel will ich hier teilen, weil er das Thema so treffend auf den Punkt bringt.
Zumindest reißen uns die monatlichen Plattenpartys in unserem Haus ein wenig aus der Tristesse des Alltags heraus und die Begeisterung der Gäste zeigt mir deutlich, es sollte mehr gefeiert werden mit Tanz, Ekstase, Glamour und ja auch Alkohol (Zigaretten raucht keiner mehr in meiner Bekanntschaft). Für meine Töchter wünsche ich mir, dass sie in ihrer Zukunft nicht darauf verzichten und das Leben wahrhaftig feiern.

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Alles Auf Anfang

Rakete
Licht und Krawall für 2017

Licht und Krawall für 2017! Ein gutes Motto um ins Neue Jahr zu starten, denn bestes Licht kann ich als Fotografin jederzeit gebrauchen und mehr Krawall im Leben sowieso. Ich meine Letzteres natürlich im übertragenen Sinne. Mehr Aufschrei, mehr Aufbruch, mehr Aufregung, mehr Austausch, mehr Ambitionen, mehr Anecken … mal sehen wo die Reise hingeht. Nach zwei Wochen der Ruhe im vogtländischen Wald – ich liebe den Wald meiner Heimat und konnte mich nicht satt sehen, hören und riechen. Das Rauschen der Tannen erinnert mich an das Meer, meine zweite große Sehnsucht, ein Wald am Meer wäre sozusagen das Paradies für mich. Nach dieser Zeit also zurück in den Alltag, der sich doch irgendwie so schnell wieder anfühlte wie vor der Pause.

Baum
Das Rauchen der Wälder

Zu allem Verdruss und erstem Anflug von „Familienkoller“ streikt seit Mitte Dezember der Rechner, immer bei der Bildbearbeitung stürzte das ziemlich in die Jahre gekommene Gerät aus heiterem Himmel ab. Inklusive zeitaufwendiger Datenbankreparatur und Neustart sehr ärgerlich. Was wäre ich nur ohne meinen Mann, in dieser Hinsicht eher hilflos. Er opferte einen ganzen Sonntag und bastelte mir eine neue Arbeitslösung mit dem ebenfalls schon älterem aber funktionierendem Laptop. Mein Held! Jetzt stehen noch einige kleinere Arbeiten an bevor ich mich einer neuen Fotosoftware widmen kann. Entscheidung welche es wird sollte ich bald fällen, ich bin mir da aber gar nicht sicher. Werde wohl einschlägige Vergleichstests lesen und die Probeversionen der beiden in Frage kommenden Programme testen.

Danach kann ich mich den neuen fotografischen Projekten widmen. Im Februar findet der erste Stammtisch meines ins Leben gerufenen FrauenFotoTreffs statt, zu dem sich schon einige interessierte Frauen aus der Umgebung angemeldet haben. Ich bin gespannt, was wir zusammen auf die Beine stellen können.
Außerdem werde ich meine beiden Lieblingsmodels dieses Jahr öfters vor die Kamera bitten. Da schwebte neulich ein blauer Schal ins Bild, der uns dieses Jahr begleiten wird. Ella taucht in ungewöhnlicher Umgebung auf, meine Instax hielt den Moment perfekt fest.

Ella im Schrank
Zwischen Kleidern
Hammerbrücke
Energie tanken zwischen Sonne und Eis
Lotte im Auto
Schneeflöckchen Blaumützchen
Eislaufen
Geist auf Eis

Dann gibt es einige Workshops bei der VHS in Böblingen/Sindelfingen mit mir und selbst werde ich sicher auch an dem einen oder anderen Fotokurs teilnehmen. Ich freue mich auf 2017 und wünsche mir das es in jeder Hinsicht erfolgreich wird und das ich und alle meine Lieben gesund bleiben.

Ahoi 2017

Was für ein Jahr! Der Kopf wurde uns allen mehrmals durchgewaschen, die Gefühle fuhren Achterbahn. Unzählige schlimme Nachrichten durchfluteten die Medien, von den Bildern erst gar nicht zu reden. Wie erklärt man seinen Kindern diese Welt, die man selbst nur schwer versteht. Viele Fragen bleiben offen, wie zum Beispiel?
– Wo ist die Friedensbewegung?
– Warum demonstriert keiner mehr?
– Wieso werden Bildungs- und Kulturbudgets gekürzt?
– Wer stoppt Waffenlieferungen in Kriegsgebiete?
– Wo ist die Solidarität geblieben?

Friedenstauben per WhatsApp zu versenden, Profilbilder mit Trauerflagge zu posten, … oder eben nur Artikel wie diese zu schreiben über die Lage … sinnlos.? Ich wünsche mir für 2017, das wir endlich aufwachen. Unsere freie Gesellschaft sollte sich unbedingt die Freiheit nehmen, für diese Freiheit zu kämpfen. Echte Aktionen sind gefragt: aufeinander zugehen, reden, diskutierten, kritisieren, demonstrieren, hinterfragen.
Den Worten Taten folgen lassen und selbst für positive Nachrichten sorgen. Weniger ist mehr (abgedroschener Slogan, immer wieder aktuell). Verzicht üben und die damit gewonnene Energie für wichtige Aktionen verwenden. Es gibt immer wieder Beispiele die mir Mut machen, dass nicht alles verloren scheint in unserer Konsum- und Freizeitspaß-Gesellschaft:

22-jähriger Niederländer will Ozeane vom Müll befreien

Indischer Bundesstaat pflanzt fast 50 Millionen Bäume an einem Tag

https://nur-positive-nachrichten.de/positive-nachrichten/durch-zufall-gelingt-es-forschern-co2-in-kraftstoff-umzuwandeln

http://www.amnesty.de/einsatz-mit-erfolg

Auch dieser Artikel aus dem Stern bringt einen guten Ansatz zum Nachdenken, vielleicht im kommenden Jahr mehr „Sein“ als „Haben“ zu verfolgen.
http://www.stern.de/gesundheit/psychologe-im-gespraech–wer-weniger-besitzt–hat-mehr-zeit-7246178.html

Für mehr Hintergrundinformation empfehle ich die Film-Dokumentations-Reihe „Zeitgeist“, http://www.zeitgeistmovie.com/, auf Youtube auch in Deutsch zu finden.

Um positiv ins Neue Jahr zu starten halte ich mich an den vielen guten Beispielen fest, die neben all den schlimmen Nachrichten doch immer wieder ihren Weg in meinen Kopf finden. Es wäre sonst auch schwer auszuhalten und die eigene Motivation neu zu beflügeln. Eine positive Zukunft für meine beiden Töchter ist mir ein großes Anliegen. Dafür muss auch ich noch mehr tun. Ich bin ein Mensch mit positiver Grundeinstellung, offen für Neues und lasse mich gerne auf andere Pfade leiten (nicht nur in der Fotografie). 2017 möchte ich wieder einige neue Pfade entdecken und gehen. In der Hoffnung viele andere wollen das auch beschließe ich 2016 hier in diesem Medium.

Friedliche Weihnachten allen da draußen. AHOI 2017!!!

Anders sein und anders scheinen,
anders reden, anders meinen,
alles loben, alles tragen,
allen heucheln, stets behagen,
allem Winde Segel geben,
Bös‘ und Guten dienstbar leben,
alles Tun und alles Dichten
bloß auf eignen Nutzen richten:
wer sich dessen will befleißen,
kann politisch heuer heißen.

Friedrich Freiherr von Logau

(1604 – 1655), deutscher Jurist, Satiriker, Epigramm- und Barockdichter, Pseudonym: Solomon von Golaw

Quelle: Logau, Deutsche Sinn-Getichte. Drey Tausend, 1654. Originaltext

Leipzig – eine neue fotografische Liebe

Meisterklasse Menschenfotografie bei der Fotokünstlerin Antje Kröger (http://www.antjekroeger.de/) am 26./27. November 2016 in Leipzig.

Abgetaucht in zwei Tage voller Emotionen, Spielerein, harter Arbeit, Genuss, Weinen, Lachen, Worten, Licht und Schatten. Ich brauchte etwas Zeit, um das Erlebte zu sortieren, zu begreifen, wirken zu lassen und für mich so zu reflektieren, den bestmöglichen Nutzen für meine fotografische Zukunft daraus zu ziehen.
Antje hatte mich und drei weitere Fotografinnen eingeladen zu einer Reise mit dem Thema „Menschenfotografie“, in ihre Welt zu blicken, meine eigene Ansicht zum Thema Fotografie zu beleuchten und viel Neues zu erfahren. Letztlich war es für uns alle wohl auch eine Reise zu uns selbst.

„Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker“ – diesen Gedanken pflanzte Antje gleich zu Beginn des Workshops in unsere Köpfe und wir sollten dieses Thema bei uns halten für diese Zeit in ihren besonderen Räumen unter dem Dach des in die Jahre gekommenen Hauses. Ich habe die Atmosphäre während meiner zwei Tage dort sehr genossen, eine Vertrautheit stellte sich schnell ein. Die Zusammenarbeit mit den beiden sympathischen Models Franziska und Katja ließ unsere Fantasie sprießen, fast wie ein Theaterregisseur kam ich mir zeitweise vor. Neben einem großen Anteil Theorie mit Bildbesprechung, Erfahrungsaustausch und gedanklicher Vorbereitung auf die einzelnen Shootings machte mir die Arbeit hinter der Kamera richtig Spaß. Zu sehen, dass die eigene Idee tatsächlich so gut in Bilder umgesetzt werden kann, ist einfach wundervoll.

Mit großer Solidarität zu mir zeigten die beiden Models genau die Gefühle, die ich sehen und fotografieren wollte. Die Räume, Requisiten, das perfekte Licht und die professionelle Anleitung von Antje brachten mich zu einem ersten kleinen Erfolg. Die Bilder sollen sprechen, Worte sind meiner Ansicht nach nicht mehr notwendig. Meine Serie „Gemeinsam – Einsam – Gemeinsam“ in acht Bildern:

(Klick auf das Foto vergrößert es)

Distanz
Distanz
Zweifel
Zweifel
Rückzug
Rückzug
Ersatzliebe
Ersatzliebe
Versuchung
Versuchung
Erwartung
Erwartung
Vertrauen
Vertrauen
Glück
Glück

Meine fotografische Wurzel wird sich weiter verzweigen, den Pfad der Straßenfotografie werde ich nicht ganz verlassen, aber diese Art Menschen zu fotografieren fasziniert mich jetzt. Eigene Ideen zu entwickeln und Neues zu zulassen – ein guter Plan für 2017 finde ich. Mein besonderer Dank geht an Antje, die Models Franziska und Katja, sowie die drei Mitstreiterinnen Frauke, Kathrin und Franziska.