Wieder einmal zwei erschreckende Artikel zum Thema Kinderarbeit in Indien. Die Kinder, welche auf den vielen Baustellen im Land arbeiten, sind auch hier in Bangalore zu finden. Obwohl offiziell verboten sehe ich täglich Kleinstkinder zusammen mit ihren Eltern auf den Baustellen. Sie schleppen Steine, Sand oder helfen einfach wo sie gebraucht werden. Das weit verbreitete System das ganze Familien einen Neubau erstellen zieht die Kinder automatisch mit hinein. Direkt neben der Baustelle „hausen“ die Familien dann bis zur Fertigstellung des Baus in ärmlichsten Behausungen. Den Kindern bleibt meistens nichts anderes übrig als die Langeweile mit Spiel im Sand, Steinen oder Dreck zu bekämpfen oder eben mitzuarbeiten. Solange die Regierung in Indien diese Zustände nicht verbietet wird es wohl noch ewig weiter gehen und die Kinder keine Chance auf eine bessere Zukunft haben.
Kleines Mädchen an einer BaustelleEs bleibt nur das Spiel mit Steinen
… in meinem Leben. Indien ist das Land, welches vielen Entspannung, Erholung und oft auch Erlösung von den Alltagsproblemen verspricht. Unzählige Ayuevedazentren, Yogaschulen oder Guru-Ashrams gibt es hier. Nach sieben Monaten wurde es nun Zeit für, mich auch auf den Pfad der Entspannung zu begeben. Am Donnerstag besuchte ich die erste Yogastunde hier bei uns im Clubhaus. Von Entspannung konnte allerdings keine Rede sein, nach gut 10 min Tiefenatmung (das war der entspannte Teil der Stunde) ging die Post ab. Schwitzend und mit trainierten Muskelpartien, die ich schon vergessen hatte, ging ich dann aber gut ausgepowert in den Tag. Am Montag folgt die zweite Stunde. Yogisches Fliegen werde ich sicher nie beherrschen, aber für Körper und Geist scheint es sehr gut zu sein.
Tattoo für mehr Entspannung
Im Tempel habe ich mir ein Om-Tattoo aufdrucken lassen, mal sehen ob es mir hilft mich in den nächsten Tagen ein bisschen besser zu entspannen.
Yogi Charlotte als Karikatur
Unsere Große hat regelmäßig kleine Lektionen im Yoga. Ihre Lehrerin ist ein begeisterter Yogi und macht mit den Kindern während des Unterrichts oft ein paar Yogaübungen. Diese werden dann zu Hause von ihr gern vorgeführt. Und auch Ella beherrscht den Lotussitz mit korrekter Handhaltung schon perfekt.
Unser neuer Buddha
Ein neuer Buddha wird demnächst über unserem Bett den Schlaf bewachen und für entspannte Träume sorgen. Das bemalte Tuch habe ich in Goa entdeckt und den Rahmen gab es dann hier in Bangalore.
Indische Sweets zum Frauentag
Am 8. März feierten wir neben Holi auch den Int. Frauentag hier in Indien. Von meinem Mann gab es Blumen und indische Süßigkeiten, sehr lecker. Viel Zucker, Mandeln und lustige Farben inklusive Silberlackierung für schickes Aussehen.
Steffen mit seinen Kollegen
Auch die Mitarbeiter der IBM durften sich über einen großen Kuchen freuen, den Steffen spendierte. Soziale Events sind auch in Indien sehr wichtig und eine willkommene Abwechslung im Büroalltag. Und wer sehen möchte, was manchmal in der Mittagspause vor der Kantine der IBM abgeht, der schaut sich bitte dieses Video an: http://www.youtube.com/watch?v=R7HeLEDqvNA
Delhi – Die Toilettensituation in Indien ist desaströs: Zahlreiche arme Inder müssen ihre Notdurft im Freien verrichten. Mangelnde Hygiene und damit einhergehende Krankheiten sind ein großes Problem in dem Land. In nur 46,9 Prozent aller Behausungen können die Bewohner eine Toilette nutzen – das ergaben Daten der Volkszählung 2011.
Inzwischen haben die Inder mehr Handys als Toiletten. Nach dem Siegeszug der Mobiltelefone in der aufstrebenden Wirtschaftsmacht verfügen 53,2 Prozent der Haushalte über ein Handy, wie aus den im Internet veröffentlichten Statistiken hervorgeht. 2001 besaß nicht einmal jeder zehnte Haushalt (9,1 Prozent) ein Telefon, inzwischen sind es – Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse zusammengerechnet – 63,2 Prozent.
Doch auch die sanitäre Situation hat sich in den vergangenen zehn Jahren verbessert: 2001 verfügten lediglich 37 Prozent der Haushalte über eine Toilette.“
Diese Daten kann ich nur bestätigen. Eine öffentliche Toilette sucht man hier vergeblich. Meistens bleibt nur der Gang ins nächste Hotel, Restaurant oder Kaffee. Und selbst dort gibt es manchmal keine, wie wir beim Besuch eines Eiscafés feststellen mussten. Dafür hat wirklich fast jeder in Bangalore ein Mobilphone und trägt es stolz in der Hand. Die Inder lieber es zu Telefonieren und sind noch im Handy-Hype, den es in Deutschland damals auch gab, als die Mobiltelefone auf den Markt kamen.
Holi – darauf haben wir uns gleich zu Beginn unseres Indienabenteuer gefreut, das Fest der Farben und bunten Gesichter. Wir mussten 7 Monate warten, doch am Weltfrauentag (08. März) wurde endlich gefeiert in den Straßen von Bangalore und der Schulde unserer Kinder. Das Fest markiert den Frühlingsanfang hier in Indien, obwohl wir den diesjährigen Temperaturen nach schon im Hochsommer sind (32° im Schatten). Gefeiert wird immer am Vollmondtag des Monats Phalguna (Februar/März) und meistens zwei Tage, in manchen Regionen im Norden auch 10 Tage, lang. Es ist eigentlich ganz einfach an Holi mitzumachen. Alte Klamotten anziehen, wer richtig bunt werden möchte zieht weiße Sachen an, Farbpulver kaufen, Wasser bereithalten. Mit dem Farbpulver beschmiert man einfach die anderen Leute am ganzen Körper, auch die Haare werden oft eingepudert. Mit Wasser vermischt hält dann alles noch besser. Beliebt sind auch Wasserspritzpistolen in die Farbwasser gefüllt ist. Die gibt es zusammen mit dem Farbpulver eine Woche vor Holi in vielen Shops zu kaufen. Am Ende wird geduscht oder man lässt sich mit einem Eimer Wasser übergießen.
Es ist ein riesen Spaß für alle und die Menschen sind einfach zwei Tage lang fröhlich und ausgelassen. In vielen Straßen und Gegenden haben wir bunt geschmückte Menschen gesehen. Zum Fotografieren ist Holi natürlich ein absolutes Highlight. Das ohnehin schon bunte Indien ist an diesen Tagen einfach an Farben nicht zu toppen.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,820284,00.html
Es kann auch schlimm enden, besonders bei Verwendung von gesundheitsschädlichen Farben. In der Schule wurden Ökofarben benutzt, die trotzdem richtig toll bunt färbten, sich aber wieder gut auswaschen ließen.
Holi feiern alle gern3 Bunte auf dem Moped unterwegsSchön bunt geschmückt - Straßenkinder unterwegsFarbenverkauf an der StraßeVor der FarbenschlachtGut gerüstet für Holi - unsere JüngsteDer Startschuss ist gefallen. Der große run beginnt. Hier werden die Farben an die Kinder verteilt.Die ersten sind schon bunt. Die Farben rot orange und pink dominierten.Jetzt gibt es PinkEs wird langsam mehr im GesichtDie drei sehen schon richtig toll aus.Auch die Kindergartenkinder machen fleißig mit.Mich hat es auch erwischt.Lehrerin Miss BiancaDie Schlacht ist vorbei - alles sind bunt und happy.