Abgeben macht glücklich – vielleicht

Ich habe extra noch einmal nachgezählt. Es sind genau 120 Blogeinträge in unserem Auslangsaufenthalt innerhalb von drei Jahren entstanden. Eine nicht zu verachtende Anzahl und im Rückblick für mich schon eine Leistung, zusammen mit den passenden Fotos wird sich daraus wohl irgendwann ein kleines Buch entwickeln müssen (Wink mit dem Zaunpfahl, endlich anzufangen damit). Aber bevor ich dieses Projekt starte möchte ich mich und unser Haus ein bisschen erleichtern und von dem angesammelten Ballast einiges abgeben.

Dafür habe ich mir überlegt, 12 Monate lang jeweils 10 Dinge wegzugeben (verschenken, verkaufen, spenden, entsorgen, recyceln). Ergibt dann nach genau einem Jahr 120 Dinge weniger im Haus. Die Aktion wird hier ab 01.06. starten und die ersten Dinge mit Foto erscheinen. Mal sehen ob ich das durchhalte und konsequent bin. Im Ort gibt es eine sogenannte Give-Box, in die jeder Sachen stellen kann, die er nicht mehr benötigt. Andere Leute können dort dann nachschauen und Dinge herausnehmen. Eine super Idee, die regen Zulauf hat.

Außerdem überlege ich gerade ein neues Fotoprojekt zu starten, mir fehlt aber noch eine gute Idee / Inspiration. Momentan fotografiere ich quasi nur private Fotos auf Reisen oder widme mich der Natur an den bereisten Orten. Für mich etwas zu langweilig und ich hoffe mit fällt bald etwas Neues ein.

Hier nun die ersten 10 Dinge für den Monat Juni:

Pullis
Zwei blaue Pullover, sind zu klein geworden, verschenke ich an meine Schwägerin.
Kinderpullis
Noch zwei Pullover, die keiner je angezogen hatte, gehen in den Kleidercontainer.
Buch
Zeit für Wellness habe ich nur selten, daher ab in die Give-Box im Ort.
Mickey
Ein Sweatshirt für unser Patenkind in Afrika.
Spielzeug
Ein Kind wird sich freuen, wenn es diese in der Give-Box findet.
Fliegen
Dieser bunte Fliegenvorhang landete ebenfalls in der Give-Box.
Putzen
Diese alte Küchenschürze darf jetzt als Putzlappen herhalten.
Schuhpaar
Schuhe, die zwar eine Geschichte haben, aber nie getragen wurden. Wandern in die Give-Box.
Plastik
Plastikkanne ist durch Glas ersetzt, wer möchte sie haben? Ansonsten geht sie ins Ferienhaus meiner Mutter.

Straßenfotografie in Stuttgart

Geht auch, wie ich bei zwei kleinen Ausflügen in die schwäbischen Landeshauptstadt feststellen konnte. Natürlich ist es bei weitem nicht so spannend, wie in New York, Beijing oder Bangalore, aber Stuttgart hat andere Reize und ich werde zukünftig öfters dort mit der Kamera umherstreifen. Die Königstraße mit ihren Seitenstraßen mag auch nicht repräsentativ sein, schließlich gibt es noch genügend andere Viertel in der Stadt, die auf meine Erkundung warten. Auch der Kontakt zu einem gleichgesinnten Fotografen (http://www.jensfranke.photography/) inspiriert mich mit dem Thema Straßenfotografie in Stuttgart auseinander zu setzen. Hier ein paar erste Eindrücke meiner Sicht auf die Straßen:

Strasse
Und ich sage New York
Kreuzung
Besser als Fernsehen
Laden
First Class
Fahrrad
Ein schneller Snack
Plakat
Schöne neue Welt

Wieder zurück und wieder weg

Nachdem ich von vielen Seiten bereits angesprochen wurde, wann und ob ich überhaupt noch Beiträge hier schreibe: JA!!
Es gibt eigentlich auch keine richtige Entschuldigung für das lange Warten (Danke an alle die ausharren) außer: Umzug ins neue Haus, Urlaub, 140 Kisten shipment auspacken, Schulanfang inkl. Feier, Bürostart, Fotokurse anschieben, … es war nicht ganz so einfach in den letzten Monaten und trotz gottseidank sauschnellem Internet blieb einfach keine Zeit, Kraft und Muse für einen Update hier. Dafür aber jetzt und ich hoffe wieder regelmäßiger.

Zurück in Deutschland stürzten am Anfang alle bekannten Dinge auf uns ein, die ein Umzug mit sich bringt. Das Haus sollte eingerichtet werden mit unseren eingelagerten Sachen, die Kinder in der Schule angemeldet und sämtliche Behörden-, Versicherungs- und andere bürokratischen Dinge erledigt werden. 10 Wochen Ferien erschienen wie eine Ewigkeit und sind dann doch ziemlich schnell vorüber gegangen. Das Haus ist in einem annehmbaren Zustand, einige Kisten müssen noch ausgepackt werden und Bilder an die Wände. Ich sollte über die Eröffnung einer kleinen Privatgallerie nachdenken, die Wände im Haus reichen nicht aus für alle. Es war sicher einfacher als in Indien und China einen Alltag zu organisieren, aber irgendwie auch nicht. Auf der einen Seite genießen wir sämtliche Annehmlichkeiten und die himmliche Ruhe, die saubere Luft und den geordneten Verkehr. Auf der anderen Seite vermissen wir unsere Freunde, die wir zurück lassen mussten. Und ich vermisse auch irgendwie das Chaos der asiatischen Welt. Hier höre ich nichts außer der Kirchturmglocke, wenn ich im Garten sitze 😉 und interessante Fototouren bieten sich momentan nur selten. Da heißt es jetzt kreativ werden und bekannte Orte in einen anderen Fokus zu rücken. Immerhin durften wir im August bereits an einer Chinaparty teilnehmen, die Freunde und ebenfalls Rückkehrer aus China in der Nähe veranstaltet hatten. Und das Reisefieber wird uns wohl nie verlassen.

Boxen
Und das Kistenauspacken beginnt wieder.
Indien
Auch die Möbel aus Indien erreichen endlich ihren Bestimmungsort.
China ruft
Die erste Chinaparty bei Freuden.
Feld
Landliebe genießen
Wilder Kaiser
Bergluft schnuppern
Tirol
Begegnung in freier Wildbahn
Ella
Schulstart für die Jüngste

Zur Reise nach New York gibt es im nächsten Artikel mehr.

Chinesen im Frühling

Der Chinese liebt den Frühling und besonders die Pekinger sehnen diese Jahreszeit herbei. Frischer Wind aus dem Norden bringt gute Luft in die Stadt, die im Winter oft unter einer Smog-Glocke verschwindet. Sobald die ersten Triebe sprießen zieht es die Menschen wieder vor die Türen, auf die Straße, in die Parks, auf die Wiesen und Wege, einfach überall tummeln sich die mehr als 20 Millionen. Und die Brautsaison beginnt, in fast allen Sehenswürdigkeiten postieren sich fein heraus geputzte Pärchen umringt vom Fotografen und seinen Assistenten. Rot ist die Hochzeitsfarbe, aber viele Paare entscheiden sich auch für das moderen und westlich weiß. Die Fotos werden nie am Hochzeitstag selbst gemacht, dafür dauert diese Prozedur viel zu lange. Heute einfach eine kleine Bilderschau meines Pekinger Frühlings:

Fotografen
Kaum sind die ersten Blüten raus, quetschen sich alle vor den Beeten.
Hundebaby
Hund und Baby praktisch zur Ausfahrt verpackt.
Fechten
Morgens kann man den Kampfkünstlerinnen im Park zuschauen.
Enkelin
Die Oma zeigt der Enkelin die tolle Blütenpracht.
Tanz
Früh übt sich wer ein richtiger Pekinger Parktänzer werden möchte.
Sport
Ebenfalls sehr beliebt: Fußfederball
Geräte
Auch Yogaübungen werden geübt, an den Geräten sind kaum Plätze zu bekommen.
Hippie
Wir huldigen dem Frühling mit kreativen Tänzen, die Hippiekultur lebt!
Wagen
Auch im Kinderwagen ist es nett, besonders in einem nach alten Stil.
Oma mit Hund
Der Hund braucht Luft, eine Runde ausfahren schadet da nicht.
Grille im Sack
Klassisches Haustier in China, die Kampfgrille, passt in jede Hosentasche.
Schuhe
Made in China heißt nicht immer nur Billigproduktion – echt Handarbeit können aber nur noch die Alten.
Park
Wegen Überfüllung wird hier nie geschlossen.
Schlange stehen
Vor den Pfingstrosen stehen sie schon Schlange.
Frau
Der Hit in diesem Frühling – Selfie am Blumenbeet.
Bus
Manchmal sind es dann einfach zu viele, die raus wollen, hier geht nix mehr!
Jugend
Lustige Spiele sind bei der Jugend beliebt.
Singstar
Karaocke geht auch im Freien. Egal ob die anderen heute ihre Ruhe haben wollen.
Essen
Ein Spießchen passt noch rein – Essen im Freien muss sein bei dem Wetter.
Foto
Erinnerungsfoto vom Besuch auf dem Platz des Himmlichen Friedens.
Mauerwanderung
Auf der Mauer krabbeln sie wir die Ameisen herum.
Rote Braut
Klassisch – Brautpaar vor dem Himmelstempel
Braut in Weiß
Ganz in Weiß – fehlt nur der Rosenstrauß.
Mauerhochzeit
Aufstellung zum Mauerfoto – kein Weg ist zu weit für den Tag des Jahres.
Wolfer
Die Besucher staunen da nur noch.
Lamas
Ob die Übersetzung hilft ist fraglich, Kulturschock vorprogrammiert.
China
Auf Linie gebracht vor dem Regierungsgebäude.
Osterhase
Ach ja, und der Osterhase wurde schwupps eingefangen.