Road Trip zum Sri Sri Ravi Shankar Ashram

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Ashram bezeichnet in den indischen Sprachen ein klosterähnliches Meditationszentrum. Die Bedeutung des Wortes ist „Ort der Anstrengung“.

Damit hängt der Begriff der vier Lebensstadien im Hinduismus zusammen, den Ashramas. Diese sind: der Brahmacarin (Schüler), der Grihastha (Haushalter), der Vanaprastha (sich in die Waldeinsamkeit Zurückziehender) und der Sannyasin (die Erleuchtung Suchender). Der Ort der dritten Lebensstufe, die Walderemitage, in die sich der Familienvater mit seiner Frau zurückzog, um sich durch Studium und Meditation auf die Erlösung moksha (die Einheit mit Gott und die Befreiung vom Kreislauf der Wiedergeburten Samsara) vorzubereiten, erhielt die Bezeichnung Ashram.

Den spirituellen Leiter und Führer eines Ashrams nennt man Guru. Daneben gibt es noch andere „Hauptamtliche“, die Yogis, die Vorträge halten, Bhajans singen, Mantras rezitieren und Gebete sprechen.

Der OWC organisiert einmal im Monat sog. Road Trips (Tagesausflüge) in der Umgebung von Bangalore. Für diesen Mittwoch war ein Trip zum Sri Sri Ravi Shankar Ashram (Art of Living) geplant. Ca. 50 Teilnehmerinnen folgten der Einladung und trafen sich gegen 10:30 Uhr im Infozentrum des Ashrams. Der Ashram liegt ca. 30 min. außerhalb von Bangalore mitten im Grünen. Es ist eine eigene kleine Welt mit Sicherheitsdienst, Küche, Wohnhäusern, Shops, Bankautomat, Meditationsräumen, Ayuvedainstitut, Schulen, Farmen und vielem mehr. Der Guru war leider nicht vor Ort und so mussten wir uns mit einem jungen Freiwilligem begnügen (der wenigstens wie Tom Cruise aussah). Nach einem kurzen Werbefilm durften wir das große prächtige Haupthaus besichtigen. Wir sollten 10 min meditieren und tatsächlich schafften es die 50 Frauen die ganze Zeit keinen Ton zu sprechen. Nur die Tauben flatterten über unsere Köpfe hinweg.

Ashram
Ashram - Haupthaus
Ganesha
Ganesha - Steinfigur
Kissen
Meditationskissen

Danach erfolgte eine kleine Rundfahrt durch den Ashram. In zwei kleineren Bussen wurden uns alle Anlagen gezeigt. Einen Teil konnten wir dabei auch zu Fuß erkunden. Das ganze Gebiet wurde künstlich angelegt, bevor es den Ashram gab, waren hier nur Felsen und Steine zu finden. Jetzt ist es ein grüne Oase der Ruhe mit kleinen Gebäuden und schönen Ausblicken. Viele Menschen kommen hier her, um eine Auszeit zu nehmen oder eben die „Erleuchtung“ zu suchen. Auf der Meditationsterrasse konnten wir einige dieser Leute beobachten.

Bett
Hängebett im Grünen
Lotus
Lotusblüte
Götterkult
Götterfigur
Terrasse
Terrasse für Meditation
Rundgang
Rundgang mit Ausblick
Ruhepause
Ruhepause

Im Anschluss an unsere Rundfahrt wurde uns der „Geschenkeraum“ gezeigt. Wie ein kleines Museum mit alten Möbeln, Teppichen und Vitrinen stehen dort alle Präsente und hängen alle Urkunden, die der Ashram im Laufe der Jahre erhalten hat. Dort gab es für alle Teilnehmer Wasser und es wurde ein Film gezeigt über die International Women’s Conference, welche im Februar 2012 in Bangalore stattfinden wird. Danach ging es zum gemeinsamen Essen in das riesige Küchengebäude. Im Ashram wohnen und arbeiten ständig ca. 600 Personen, die alle dort auch mit Essen versorgt werden. Der Speisesaal war schon gut gefüllt und viele Leute saßen auf dem Fußboden in langen Reihen, um ihr Mittagessen einzunehmen. Aus Eimern und riesigen Schüsseln wurden Reis und Gemüse sowie Soße und Wasser ausgeschenkt. Für die Gäste des Ashrams gibt es einen abgetrennten Bereich mit Tischen und Stühlen. Das Essen war sehr gut und sogar nicht besonders scharf. Im ebenfalls großen Waschraum mussten wir dann unser Geschirr selbst abwaschen. Damit war der offizielle Teil des Ausflugs beendet. Wer wollte, konnte sich noch in den Souvenierläden umschauen, um CD`s, Bücher oder Handwerkskunst zu kaufen. Ein erlebnisreicher Ausflug war es auf alle Fälle.

Geschirr
Geschirr
Speisesaal
Speisesaal

2 Gedanken zu &8222;Road Trip zum Sri Sri Ravi Shankar Ashram&8220;

  1. Hallo Ihr Lieben, so nun bin ich durch – durch alle Eure Internetseiten,
    ein ziemlich zeitraubendes Unterfangen – und da hab ich bei weitem nicht alle Fotos gesehen, aber sehr, sehr interessant (und ich freue mich, dass das von mir geschossene k.o. – Foto der Abschiedsfeier sogar Platz im Blog gefunden hat!)
    Ich bin sehr froh, dass es Euch gefällt und es Euch gut geht.
    Seid einfach herzlich aus Dresden gegrüßt: ich packe auch noch immer meine letzten
    Umzugskisten aus, fühle mich mittlerweile aber sehr wohl in Dresden zusammen mit meinem Gitarrenmann, ab Mittwoch muss ich 4 Wochen zur Kur und wenn ich wiederkomme ist schon Weihnachtszeit. Hier ist klar wie sie abläuft – ich werde die erzgebirgischen Bräuche auch in Dresden zelebrieren, aber ich bin gespannt, was Euch erwartet. Also auf ein Bald im Netz. Eure Haike.
    P.S. Hübsch siehst Du aus im Sari! Und viel Spaß in Kerala – der Gedanke lockt auch uns noch!

  2. Hallo Ihr Lieben,
    ich freue mich immer wieder über Eure tollen Geschichten und Bilder!!
    Herzlichen Dank auch für die Grüsse, die uns über die Krippe und Kinderhaus weitergeleitet wurden.
    Schön, dass es Euch gut geht!
    Viele Grüße Silke & Linda Scherer

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